Kein Befreiungsschlag – Bregenz verpasst Sieg in Salzburg

Sport / 03.04.2026 • 19:57 Uhr
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Die Salzburger Austria konnte sich über das 2:2 mehr freuen. GEPA

SW Bregenz verpasst einen Befreiungsschlag. In der Schlussphase wird der Sieg aus der Hand gegeben.

Salzburg Von einem “Schlüsselspiel” sprach Bregenz-Trainer Andreas Heraf vor dem Gastspiel bei Aufsteiger Austria Salzburg. “Wir brauchen drei Zähler und werden alles daran setzen, diese auch zu holen”, sagte er im Vorfeld. Nachsatz: “Es bleibt uns nichts anderes übrig.” Trotz einer über weiten Phase guten Leistung stehen die Schwarz-Weißen am Ende aber nur mit einem Punkt da. Das Spiel endet 2:2.

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Nostalgisch: Die mitgereisten Bregenz-Fans hatten eine Choreografie im Gepäck. GEPA

Wie gewohnt warf Heraf vor dem Spiel die Rotationsmaschine an, sechs Neue schafften es wieder in die Startelf. Neben Dragan Marceta starteten auch Bonaventure Lendambi, Brandon Pursall, Tobias Mandler, Saidu Musa Bangura und Damian Maksimovic. Das neue Sextett musste sich zunächst aber wie auch die 15 anderen am Platz gedulden – der Schiedsrichterbeobachter und ein Assistent hatten die Headsets vertauscht, das Problem musste erst behoben werden.

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Bregenz stand hinten tief – und spielte nach vorne schnörkellos.

Der Bregenzer Plan war klar: hinten nichts zulassen, vorne schnörkellos. Im 5-4-1 wurde gegen den Ball gearbeitet, offensiv schoben Maksimovic und Jan Stefanon vor. Letzgenannter brach in der 15. Minute beinahe durch, verhedderte sich im Zweikampf mit dem Gegenspieler – der Unparteiische ließ weiterspielen, auch über ein Foulspiel man diskutieren können. Ansonsten dominierten die Violetten aber das Spielgeschehen und machten sich auf die Suche nach der Lücke. Nach einem Eckball hätte sie Marinko Sorda beinahe gefunden, schoss aber aus dem Rückraum vorbei (26.).

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Bonaventure Lendambi brachte die Schwarz-Weißen unter gegnerischer Mithilfe in Führung. GEPA

Auf der Gegenseite ging stattdessen Bregenz mit der ersten Chance in Führung. Ein weiter Ball auf Bonaventure Lendambi überraschte die Salzburger Defensive, Lendambis Hereingabe wurde dann erst von Sebastian Aigner abgefälscht, der Ball prallte dann von dessen Mitspieler Moritz Eder hinter die Linie (31.). Die Salzburger – die sich vorne wiederholt an der Bregenzer Abwehr die Zähne ausbissen – hatten dann sogar noch Glück, nicht das 0:2 zu kassieren. Aus der Drehung probierte es Kapitän Johannes Tartarotti mit der Direktabnahme, der Ball streifte die Latte (45.+2). Im Gegenzug gelang aber auch der Austria beinahe der Ausgleich, aus der Distanz verpasste Florian Rieder.

Druck wurde zu groß

Auch in Hälfte zwei zeigte sich Bregenz präsent – Lars Nussbaumer unterstrich das direkt mit einem Foul an Denizcan Cosgun, bei dem er dem Gegenspieler die Schuhe auszog (52.). Mit einem Ball in die Schnittstelle fiel nur kurz darauf das zweite Tor. Tartarotti hatte Zeit, Lustenau-Leihspieler Simon Nesler-Täubl im Salzburger Tor war zwar mit dem Fuß noch dran – konnte das 0:2 aber nicht verhindern (55.).

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Johannes Tartarotti legte nach der Pause nach. GEPA

Salzburg drückte in weiterer Folge, Paul Lipczinski und Cosgun (wieder mit Schuh) vergaben gute Möglichkeiten. Nach einem Pfostenschuss verwertete Nico Lukasser-Weitlaner den Abstauber zum 1:2, der Zweikampf mit Bregenz-Keeper Felix Gschossmann war hart an der Grenze (59.). Heraf tauschte anschließend, Johannes Schriebl, Isak Vojic und Tamar Crnkic kamen rein – Torschütze Lendambi musste unter anderem angeschlagen raus. Dass Bregenz dem Druck nicht standhalten würde, zeichnete sich aber ab. Ein direkt verwandelter Freistoß von Florian Rieder an der Strafraumgrenze bedeutete den 2:2-Ausgleich (86.).

Der Rückstand auf den Vorletzten Sturm II (0:1-Niederlage gegen St. Pölten) beträgt damit fünf Punkte.

Admiral 2. Liga, 23. Spieltag

SV Austria Salzburg – SW Bregenz 2:2 (0:1)

Salzburg, Max Aicher Stadion; 1.566 Zuschauer; SR Achim Untergasser

Torfolge: 31. 0:1 Moritz Eder (Eigentor), 55. 0:2 Johannes Tartarotti, 59. 1:2 Nico Lukasser-Weitlaner, 86. 2:2 Florian Rieder (Freistoß)

Gelbe Karten: 78. Meisl bzw. 82. Gschossmann

SW Bregenz (5-4-1): Gschossmann – Marte, Bangura, Marceta, Pursall, Mandler – Maksimovic (65. Schriebl), Tartarotti (76. Zaizen), Nussbaumer, Stefanon (71. Vojic) – Lendambi (71. Crnkic)