Atavs Rückkehr sorgt für Paukenschlag

Trainerwechsel beim Eliteliga-Schlusslicht Göfis: Mit Atav soll der Klassenerhalt gelingen.
Göfis Beim SC Göfis beginnt eine neue Phase im Kampf um den Klassenerhalt: Maximilian Knuth hat sein Traineramt aus familiären Gründen niedergelegt, mit Müslüm Atav übernimmt ein alter Bekannter und steht bereits beim Heimspiel gegen den SV Lochau (Samstag, 15 Uhr) erstmals an der Seitenlinie. Die Ausgangslage ist schwierig, Göfis ist Tabellenletzter und liegt sechs Punkte hinter den vorletzten Rotenberg und Bizau, dennoch soll mit dem Trainerwechsel neue Energie freigesetzt werden.

Müslüm Atav macht keinen Hehl daraus, worauf es jetzt ankommt, und formuliert klare Ziele für seine erste Amtszeit. “Natürlich ist mein erstes Ziel der Klassenerhalt”, sagt er und betont gleichzeitig die Basis seiner Arbeit: “Disziplin, Teamgeist und Respekt – das ist für mich das Wichtigste.” Gerade in der aktuellen Situation gehe es darum, Stabilität in die Mannschaft zu bringen und wieder eine klare Struktur ins Spiel zu bekommen. “Wir dürfen nicht einfach Halligalli spielen, sondern brauchen Ordnung”, erklärt Atav, der gleichzeitig auch wieder mehr Mut im Offensivspiel sehen will: “Ich will, dass wir offensiv auftreten und Spielfreude zeigen.”
Elf Spiele bleiben, um den Rückstand aufzuholen und doch noch den Ligaverbleib zu schaffen. Atav glaubt an diese Chance und sieht im Kader mehr Potenzial, als es die Tabelle aktuell vermuten lässt. “Da ist noch vieles drinnen”, sagt er und verweist besonders auf die jungen Spieler, die zunehmend Verantwortung übernehmen sollen. “Es sind gute Talente da, die sich entwickeln können, und genau das reizt mich”, erklärt der neue Trainer, der bewusst auch auf die nächste Generation setzt.
Die Zusammenarbeit mit dem SC Göfis ist dabei langfristig angelegt, insgesamt wurde eine Vereinbarung über zweieinhalb Jahre getroffen. Atav denkt deshalb nicht nur an den kurzfristigen Klassenerhalt, sondern auch an die Entwicklung darüber hinaus. “Wenn wir das heuer schaffen, dann wollen wir nächstes Jahr vorne mitspielen”, sagt er und formuliert ein klares Ziel: “Langfristig wollen wir wieder um den Aufstieg mitspielen.”

Der Einstand erfolgt ausgerechnet gegen den SV Lochau, einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel, der bereits das Hinspiel knapp für sich entscheiden konnte. Dennoch zeigt sich Atav selbstbewusst: “Wenn alle fit sind, haben wir auch eine starke Mannschaft.” Entscheidend werde sein, die Inhalte aus den ersten Trainingseinheiten schnell umzusetzen und über die gesamte Spielzeit konzentriert zu bleiben.
Für Atav ist die Aufgabe auch emotional besonders, denn nach zweieinhalb Jahren beim SV Ludesch kehrt er zu seinem Stammverein zurück, bei dem seine Fußballlaufbahn begann und mit dem er große Erfolge feierte. Als Spieler prägte er eine erfolgreiche Zeit des Vereins mit, unter anderem als Teil der Meistermannschaft 1999/2000 in der Vorarlbergliga, und auch familiär ist die Verbindung eng, mehrere seiner Brüder standen ebenfalls für Göfis auf dem Platz. Diese Vergangenheit ist für ihn heute Antrieb und Verpflichtung zugleich. “Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich, dass ich wieder in meinen Stammklub zurückkomme.” VN-TK