Eine wichtige Konstante für SCRA-Erfolgsfaktor

Sport / 13.04.2026 • 17:03 Uhr
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Der Mann mit dem geschärften Auge für die Standards: Atdhe Nuhiu. gepa

Deshalb ist ein Österreich-Kosovare seit fünf Saisonen eine prägende Figur beim SCR Altach.

Altach Atdhe Nuhiu kennt die Szenarien in der Qualifikationsrunde wie kaum ein anderer bei Altach, denn vom Kader seines Einstiegs bei den Rheindörflern ist nur ein Trio übrig geblieben. Neben dem Österreich-Kosovaren sind dies noch Sportdirektor Philipp Netzer (40) sowie Tormanntrainer Martin Kobras (39). In seinen drei Saisonen als Spieler gelangen dem großgewachsenen Mittelstürmer wie Dovedan, Aigner und Greil in einer Saison zehn Bundesligatreffer (2022/23). Insgesamt durfte er in seinen 95 Einsätzen 20 Tore bejubeln.

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Voller Einsatz von Atdhe Nuhiu: 2024 noch als Spieler in der Partie gegen Wolfsberg. gepa

Fließend verlief schließlich sein Übergang vom Spieler in die Trainerrolle. Sowohl bei Altach, erst bei den Juniors, dann unter Fabio Ingolitsch und nun bei Ognjen Zaric, als auch im Nationalteam des Kosovo unter Franco Foda arbeitet der 36-Jährige als Cotrainer. Als “Spezialagent” für Standards – offensiv wie defensiv – ist er mitverantwortlich für eine neue Qualität in der Mannschaft. Und dass sich mit Patrick Greil nun ein Spieler des aktuellen Teams anschickt, den Torrekord eines Altach-Spielers in einer Bundesligasaison zu knacken, entlockt ihm ein wohlwollendes Lächeln. Die Bestmarke stammt noch aus der Saison 2006/07, als Leonardo 14 Treffer erzielte, dicht gefolgt von Hannes Aigner (12) in der Wiederaufstiegssaison 2014/15.

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Emotionale Moment: Nuhiu freut sich mit Benedikt Zech. gepa

Das ist jedoch nicht der einzige Rekord, der in diesem Frühjahr fallen könnte. So arbeitet die Mannschaft von Cheftrainer Ognjen Zaric daran, den Punkterekord in den Jahren der Halbierung zu knacken. Dieser steht aktuell bei 28 Zählern aus der Saison 2018/19. Damals belegte man am Ende Platz drei in der Qualifikationsgruppe. Ein Jahr später reichten 26 Zähler für Rang zwei und das Europacup-Play-off gegen Austria Wien (0:1). Doch all den sieben zurückliegenden Saisonen ist eines gemeinsam: Noch nie wies die Tabelle nach 26 Spieltagen den SCR Altach mit 21 Punkten aus. In der so schwierigen Vorsaison standen gerade einmal zwölf Punkte zu Buche, nur einmal durfte man sich zum selben Zeitpunkt über 20 Zähler (2019/20) freuen. Die Realität der vergangenen Jahre lag bei 15 (2023/24), 13 (2022/23), 14 (2021/22 sowie 2020/21) bzw. 17 (2018/19) Punkten nach 26 Spielen. Mit der 21 haben die Altacher eine Zahl auf dem Habenkonto, die in den vergangenen drei Saisonen stets zum Klassenerhalt gereicht hatte.

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Gemeinsames Ziel des Betreuerstabs: der Klassenerhalt. gepa

Die Defensive als Erfolgsfaktor

All das sind die nackten Zahlen aus der Liga nach Einführung der Punktehalbierung. Dieses Damoklesschwert über den Clubs wird mit Ende der Saison entfernt. “Gut für den Fußball”, sagt Altachs Zaric, der nach der Partie gegen den GAK von einem “Spiel auf Augenhöhe” gesprochen hat. “Wir haben gewusst, dass wir sauber und extrem gut verteidigen müssen.” Am Ende sei dies die Basis dafür gewesen, dass man zu null gespielt habe und so den neunten Saisonsieg einfahren konnte. Mehr Erfolge gab es in den vergangenen acht Saisonen nur 2019/20. Und nach 26 Spieltagen stand man nur in den beiden Saisonen 2014/15 (13) sowie 2016/17 (15) besser da. Ein neuer Rekord seit der Einführung der Punktehalbierung ist also durchaus realistisch, zumal der Hunger der Spieler im Vorfeld des Cupfinals sichtbar groß ist. Wohl auch ob der Worte ihres Trainers in den Ohren, der nicht müde wird, Woche für Woche die Wichtigkeit des Klassenerhalts für den SCR Altach zu betonen.

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Auch dies lässt sich durch aktuelle Zahlen belegen: Torschütze Greil verdoppelte mit seinen zehn Treffern seine bisherige Marke von fünf in seinen ersten drei BL-Saisonen zusammen. Erstmals traf der 29-Jährige auch in drei Spielen in Folge. Der eingewechselte Marlon Mustapha sorgte mit drei Balleroberungen im Angriffsdrittel für einen Bestwert am 26. Spieltag. Auf ein erstes Ligasaisontor wartet der 24-Jährige, der im ÖFB-Cup bei drei Treffern hält, jedoch weiterhin.