“Wir sind in einer geilen Situation”

Sport / 16.04.2026 • 18:00 Uhr
GEPA-20260220-101-999-2136
So sieht sich Austrias Tromann Domenik Schierl am liebsten: Mit seiner Mannschaft jubelnd über Platz ganz oben in der 2. Liga. Dort will der 31-Jähirge bis zum Ende der Saison auch bleiben. gepa

Austria Lustenaus Nummer 1 Domenik Schierl sieht vor Heimspiel gegen Rapid II Ähnlichkeiten zum Aufstiegsjahr 2022.

Lustenau Der 31-jährige Goalie von Austria Lustenau machte im Vorfeld des Heimspiels heute, 18 Uhr, gegen die Amateure von SK Rapid keinen großen Hehl daraus, wie wohl er sich am oberen Ende der Tabelle fühlt. Zur Aussage, die er nach dem eindrucksvollen 3:0-Heimsieg letzten Freitag über den damaligen Spitzenreiter SKN St. Pölten tätigte, „Den Titel lassen wir uns nicht mehr nehmen“, steht der Dauerbrenner im Tor der Grün-Weißen ohne Umschweife. „Wir sind jetzt in einer geilen Situation. Die wir uns erkämpft und erarbeitet haben. Und ich habe überhaupt kein Problem damit, dass man uns nun den Titelfavoriten Nummer 1 nennt. Denn der Spitzenreiter ist immer Favorit“, so der gebürtige Salzburger, der in den letzten Wochen in der Kabine Ähnlichkeiten zum Frühjahr 2022 erkennen konnte: „Das Gefühl in der Umkleide und auch im Umgang untereinander erinnert mich sehr stark daran. Auch damals sind wir kurz durch ein Tal gegangen und haben es wieder gedreht. Der dadurch entstandene Spirit ist in meinen Augen heute fast ident“.

GEPA-20260410-101-120-0056
Die Austria will auch morgen über die nächsten drei Punkte für das Rennen um den Meistertitel jubeln. gepa

Grün-weißes Selbstvertrauen

Der Ausgang ist bekannt, die Austria holte sich den Meistertitel und stieg nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in die Bundesliga auf. Auch sein Cheftrainer Markus Mader blieb die breite Brust seiner Kicker nicht verborgen. „Vor allem die Art und Weise, wie wir St. Pölten geschlagen haben, hat den Jungs sicher einen Schuss mehr Selbstvertrauen eingehaucht. Aber eines will ich vor dem Heimspiel gegen Rapids Amateure festhalten: Von der Arroganz, zu glauben, dass wir über Rapid II ohne großes Wenn und Aber drüber marschieren, sind wir ganz weit weg. Dazu haben wir vor dem Gegner auch den nötigen Respekt“, erklärt der Meistermacher von 2022. Dem sein Tormann beipflichtet und erklärt, „dass wir sowohl mental als auch körperlich bei jedem Spiel voll auf der Höhe sein müssen. Sonst gibt es schnell ein böses Erwachen, dafür ist die Liga einfach zu gefährlich“.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Maders Bauchgefühl

Eine Gefährlichkeit, die der heutige Gegner vor zwei Wochen mit einem 2:0-Sieg bei Admira Wacker unter Beweis stellte. „In diesem Match haben die jungen Rapidler ihre große Effizienz gezeigt. Allein dieser Sieg muss uns Warnung genug sein“, so Mader, der dennoch nicht großartig auf den Gegner eingehen will, „da unser Fokus klar auf unserem eigenen Spiel liegt. Wir wollen wieder den gleichen Elan wie zuletzt auf den Platz bringen. Dann bin ich zuversichtlich, auch wenn wir uns in diesem Frühjahr gegen die Amateurmannschaften schwergetan haben“.
Ob es zu Veränderungen in der Startelf kommen wird, ließ Mader offen. Dem Sprichwort „Never change a winning team“ kann der gebürtige Bregenzer nichts abgewinnen, „da höre ich derzeit lieber auf mein Bauchgefühl. So wie vor dem St. Pölten-Match. Da habe ich Haris auch erst in letzter Minute in die erste Elf gestellt und er hat ein super Match gemacht“. Aus dem Vollen schöpfen kann Mader heute auf jeden Fall, alle sind fit und bereit. Kapitän Matthias Maak hat den Schlag auf den Oberschenkel auskuriert, auch Mame “Wade-Man” Wade (Probleme mit der Fußsohle) wird auf die Zähne beißen.

Trauerminute für Roger Prinzen

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Vor dem Anpfiff der Partie, bei der Frauen freien Eintritt haben, wird noch eine Trauerminute für den kürzlich zu früh verstorbenen Ex-Austrianer Roger Prinzen abgehalten.