Der lange und harte Weg zurück zu alter Stärke

Sport / 19.04.2026 • 15:00 Uhr
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Erzielte sen erstes Tor in der Bundesliga für den SCR Altach: Sandro Ingolitsch verwertete eine Flanke von Mike Bähre wunderbar per Volley zu 1:0.gepa

Sandro Ingolitsch glänzte beim 2:2 gegen die WSG Tirol nicht nur durch sein erstes Bundesligator für den SCRA.

Altach Sechs Assists hat SCR Altachs Außenbahnspieler in dieser Bundesligasaison schon vorzuweisen, drei alleine davon in den letzten eineinhalb Monaten. Am Samstag setzte sich Sandro Ingolitsch auch erstmals als Torschütze in Szene. Und wie: Nach einem starken Dribbling von Mike Bähre ganz früh in der Partie, der Deutsche ließ Tirols Mittelfeldmann Matthäus Taferner ganz alt aussehen, und einer großartigen, weil punktgenauen Flanke, war der 29-Jährige zur Stelle und versenkte den Ball per Volley unhaltbar für WSG-Goalie Adam Stejskal zur Führung.

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„Tolles Gefühl, auch weil ich selbst in den letzten Wochen den Aufschwung gespürt habe. Ich konnte einige Scorerpunkt einfahren. Umso besser, wenn ich auch mal treffe“, erklärte der in Schwarzach in Pongau geborene Spieler sein erstes Bundesligator überhaupt für den SCRA.

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Viel Geduld und harte Arbeit

Neben seinem Auftritt als Torschütze zeigte Ingolitsch erneut über die 90 Minuten, warum er aktuell nicht wegzudenken ist aus der Startformation von Coach Ognjen Zaric. Nimmermüde beackert er die rechte Außenbahn, tritt sowohl defensiv als auch offensiv immer öfter in Erscheinung und gibt der Mannschaft viele Optionen im Spielaufbau.

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Großer Jubel rund um Sandro Ingolitsch nach seinem ersten Treffer für Altach. gepa

„Langsam aber doch komme ich leistungsmäßig wieder dorthin, wo ich nach meiner Verletzung hinwollte. Mein Ziel war es immer, genauso wieder im Spiel aufzutreten, wie vor meiner Verletzung“, erklärt Ingolitsch seinen persönlichen Aufschwung und gibt gleichzeitig zu, „dass es viel Geduld und harte Arbeit brauchte. Es hat länger gebraucht als ich es mir gedacht habe“. Zur Erklärung: Ingolitsch überzeugte in seiner Zeit bei St. Pölten in der Bundesliga (2027 bis 2020) die Scouts von Sturm Graz derart, dass man den Rechtsaußen verpflichtete. Bei den Grazer schlug der Salzburger, der mit RB Salzburg die Youth League 2017 gewann, sofort ein, war sportlich gar auf dem Weg Richtung Nationalteam.

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Bis zum 14. März 2021. In der Partie gegen Austria Wien verletzte er sich schwer am Knie, was eine langwierige Pause mit sich brachte. Von dieser Verletzung, , das Kreuzband, das Innenband und der Meniskus waren kaputt, schien sich der mittlerweile 29-Jährige kaum zu erholen. Auch nach seinem Wechsel 2023 zum SCR Altach durchlebte der Rechtsfuß immer wieder Höhen und Tiefen in seinem Spiel.

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Sandro Ingolitsch und sein Bruder und Trainer Fabio Ingolitsch. gepa

Umso erfreulicher, dass er jetzt konstant starke Leistungen bringt. Auffällig: Seitdem sein Bruder und Ex-Trainer Fabio Ingolitsch nicht mehr im Rheindorf ist, explodierten seine Leistungen am Platz förmlich. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. „Fabio hat auf jeden Fall einen großen Anteil an meinem Aufschwung. Dass es jetzt nochmal besser für mich persönlich läuft, hat sicher nichts damit zu tun, dass er nicht mehr da ist“, so der jüngere Bruder der beiden.
Dem Remis bei der WSG konnte der Torschütze trotz zwei verlorener Punkte auch Positives abgewinnen: „Klar ist es unerfreulich, wenn man ein 2:0 nicht heimbringt. Wir hatten genug Chancen, den Sack zuzumachen, waren dann aber in der zweiten Halbzeit zu passiv. Aber wir haben guten Fußball gezeigt, uns viele Chancen erarbeitet und im Vergleich zur Ried-Partie nicht mehr verloren“.