“Wir glauben weiter an uns”

Austria Lustenaus Sportdirektor Dieter Alge sieht sein Team trotz Niederlage in Kärnten weiter als größten Titelfavorit.
Lustenau Die Heimreise von Klagenfurt in Richtung Heimat war für den Troß von Austria Lustenau alles andere als lustig. Denn über die 0:3-Pleite beim Fixabsteiger Austria Klagenfurt konnte auch das Remis zwischen den beiden Mitkonkurrenten um den Meistertitel St. Pölten und FAC Wien nur bedingt hinwegtrösten.
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„Unter dem Gesichtspunkt der Niederlage, die uns allen sehr weh getan hat, da wir mit ganz anderen Erwartungen nach Kärnten gereist sind, ist der Umstand, dass wir weiter an der Spitze stehen, das Beste“, so Austria Lustenaus Sportdirektor Dieter Alge, der weiter attestiert, „dass wir noch immer alle Trümpfe für den Meistertitel in der Hand halten. Erledigen wir unsere restlichen Aufgaben, steigen wir auf. Doch ich denke, dass wir mit dem 0:3 in Klagenfurt unseren letzten Joker gezogen haben“.
Defensive wackelt

Für den 60-Jährigen war in Kärnten augenscheinlich, „dass wir uns gegen tief stehende Mannschaften schwertun, was aber auch kein Geheimnis in dieser Saison ist. Das ist aber absolut kein Grund, weniger aggressiv aufzutreten. Das wiederum führt zu einem schlechten Anlaufen des Gegners in deren Hälfte, was eben in einer instabilen Defensive resultierte. Wir haben dann einfach zu einfach die drei Gegentore zugelassen“, so Alge. Drei Niederlagen musste die Austria im Frühjahr einstecken, kassierte dabei jeweils drei Gegentreffer, „was eigentlich untypisch ist für uns. Denn wir verfügen immer noch über die zweitbeste Abwehr (23 Gegentore) der Liga“.
Die Null muss stehen

Daher liegt es für den ehemaligen Bundesligaspieler klar auf der Hand, was in den letzten drei Matches gegen SW Bregenz (h), Austria Salzburg (a) und SKU Amstetten (h) an oberster Stelle stehen muss: „Unser Credo muss klar heißen: Die Null halten. Denn dann sind wir immer für ein Tor gut, das haben unsere Siege auch gezeigt“. Womit der Sportdirektor absolut richtig liegt, wobei ebenfalls auffällig ist, „dass wir bei einem Gegentreffer schon immer Zeit brauchen, um wieder ins Spiel zu kommen. Deswegen wird es umso wichtiger sein, mit allen Mitteln den Gegentreffer zu verhindern“.
Keine Zeit, um Wunden zu lecken
Die Niederlage wurde laut dem Sportdirektor bereits aufgearbeitet und sollte abgehakt sein, „weil es die Situation auch nicht zulässt, groß und lange die Wunden zu lecken. Wir haben den Titel vor Augen und glauben auch weiter daran“, gibt Alge zu.
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Mentale Stärke
270 Spielminuten trennt die Austria also noch von dem zweiten Bundesligaaufstieg in den letzten vier Jahren, „den uns aber sicher keiner schenken wird. Das ist aber jeden bei uns bewusst“. Auch, dass am nächsten Sonntag, 10.30 Uhr beim Derby gegen SW Bregenz mentale Stärke der Mannschaft gefordert sein könnte. Durch die Spielansetzung ist es durchaus möglich, dass die Grün-Weißen nicht als Tabellenführer ins Derby gehen. Am Samstag treffen nämlich Admira Wacker und St. Pölten aufeinander, und der FAC gastiert bei den Young Violets. „Wir schauen aber nicht auf die Konkurrenz, tun gut daran, nur auf uns selbst zu schauen und unsere Aufgaben erledigen. Es wird schwer genug“.