Heimvorteil aus der Hand gegeben

Alpla HC Hard startet mit 32:33-Heimniederlage in Best-of-three-Viertelfinalserie.
Hard Die Rollen vor diesem Duell schienen klar verteilt: Der Alpla HC Hard etablierte sich über die Saison im Spitzenfeld, während sich die Fivers erst auf den letzten Drücker für das Meister-Play-off qualifizierten. Auch der direkte Vergleich der laufenden Saison sprach für die Vorarlberger, beide Duelle gingen an Hard. Zudem liegt die letzte Heimniederlage gegen die Wiener bereits 1260 Tage zurück.

Beide Teams starteten nervös. Nach anfänglichen technischen Fehlern eröffnete Wiens Mats Rudnicki das Spiel mit dem Treffer zum 0:1 in der zweiten Minute. In der fünften Minute gingen die Harder erstmals in Führung, als Kapitän Ante Tokic einen Siebenmeter zum 3:2 verwandelte. Nach einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung der Hausherren gewann die Partie an Intensität, ehe vor allem die Abwehrreihen das Geschehen bestimmten.
Fivers bleiben über Tempo dran
Mit schnellen Gegenstößen hielten sich die Fivers im Spiel und stellten in der 13. Minute auf 7:7. In weiterer Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem Hard-Goalie Golub Doknić mit starken Paraden immer wieder Akzente setzte. In der 20. Minute erhöhte Tokic mit seinem vierten Treffer auf 10:8, doch Fabio Schuh verkürzte drei Minuten später auf 11:10.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs blieb es eng: Tokic traf per Siebenmeter zum 13:12 (26.), ehe die Gäste erneut einen Strafwurf zugesprochen bekamen. Doknić parierte zunächst, doch Philipp Gangel verwertete den Nachwurf. Den letzten Treffer vor der Pause setzte Hard-Kreisläufer Dejan Babić in Unterzahl zur 15:14-Führung der Hausherren in die Maschen.
Offener Schlagabtausch nach der Pause
Auch nach dem Seitenwechsel ging es mit hohem Tempo weiter. In der 33. Minute bot sich Wien die Chance zum Ausgleich, doch Doknić verhinderte diesen erneut. Kurz darauf baute Ex-Fivers Marc-Andre Haunold den Vorsprung für die Harder auf 19:16 aus.

Die Gäste blieben hartnäckig und verkürzten in der 40. Minute per Siebenmeter auf 22:21. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Fabio Schuh und den Fivers-Kreisläufer stellte die Harder Defensive immer wieder vor Probleme.

In der 43. Minute resultierte daraus erneut ein Strafwurf: Doknić hielt, doch Gangel nutzte den Abpraller. Zwei Minuten später stellte er vom Siebenmeterpunkt auf 24:24, was bereits der siebte Siebenmeter für die Wiener war.
Entscheidung in der Schlussminute
Das Duell blieb intensiv und von schnellen Antworten geprägt: Hard legte vor, Wien zog unmittelbar nach. Auch in der 50. Minute sorgte Gangel vom Siebenmeterpunkt für den 27:27-Ausgleich. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Hard-Flügelflitzer Nico Sager traf sehenswert, Doknić parierte stark. In der Folge übernahm Tokic Verantwortung und brachte Hard erneut in Front. Beim Stand von 29:29 in der 53. Minute reagierten auch die „Roten Teufel“ mit einer Auszeit, die Wirkung zeigte: Babić stellte die Führung wieder her.

Fünf Minuten vor dem Ende erhöhte Tokic mit seinem neunten Treffer auf plus zwei (31:29), doch die Wiener bewiesen Moral und glichen in der 58. Minute zum 32:32 aus. Die Entscheidung fiel 20 Sekunden vor der Sirene, als sich Rudnicki ein Herz fasste und zur 33:32-Führung für die Gäste traf. Hard bekam noch eine letzte Möglichkeit, doch Matthias Hild scheiterte mit einem Dreher am überragenden Novikov und ließ die Wiener über den ersten Matchball in der Best-of-three-Serie jubeln. WER