Generalprobe für Mission Klassenerhalt

Österreichs Eishockey-Nationalteam mit vier Ländle-Cracks testet morgen gegen Slowenien den Ernstfall. WM 2026.
Klagenfurt Sieben von acht Vorbereitungsspielen auf die Weltmeisterschaft 2026 in der Schweiz (15. bis 31. Mai) hat Österreichs Nationalteam bereits absolviert. Zwei davon konnte man gewinnen – gegen Lettland und Italien. Heute ab 16.20 Uhr (live auf ORF Sport plus) soll in der Klagenfurter Heidi-Horten-Arena aus Sicht der Österreicher der dritte eingefahren werden.
Teamchef Roger Bader will in den letzten 60 Minuten vor dem WM-Start in einer Woche in Zürich gegen Großbritannien, „noch einmal alles von meinen Spielern sehen, woran wir in den letzten Wochen gearbeitet haben. Die Jungs sind körperlich alle fit und der Hunger nach Erfolg ist zu spüren. Unbestritten möchten wir gegen Slowenien unsere Attribute wie Giftigkeit, Aggressivität aber vor allem unser Kollektiv auf das Eis bringen“.

Im Kollektiv sieht der in Zürich geborene österreichische Teamchef, seine Wohnung befindet sich nur fünf Gehminuten vom Team-Hotel entfernt, den Schlüssel zum erneuten Klassenerhalt, „der, unabhängig davon wie wir in den letzten beiden Jahren performt haben, das primäre Ziel ist.“ Davon lässt er sich auch nicht durch internationale Lobbekundungen bezüglich der attraktiven Spielart seiner Mannschaft in den letzten Jahren abbringen: „Es fängt alles wieder bei Null an“.

Das Match gegen Slowenien wird auf jeden Fall noch in die finale Bewertung des Teamchefs bezüglich des WM-Kaders miteinfließen, „erst danach werden wir den endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft bekanntgeben“, so Bader, der zugibt, „dass ich eigentlich vorhatte, den Kader noch am Abend beschließen wollte. Doch es kann gut sein, dass ich noch eine Nacht darüber schlafen werde, die Leistungen der Spieler aus dem Match gegen Slowenien laufen sicher noch mit rein in meine Überlegungen“.
Rohrer und Reinbacher noch Thema

28 Cracks hat Bader heute in Klagenfurt zur Verfügung, die Reise in die Schweiz dürfen aber laut Regularien nur 25 Spieler. Mit von der Partie heute werden auch vier Spieler aus Vorarlberg sein. Ramon Schnetzer, Simeon Schwinger, Dominic Zwerger und Lenz Moosbrugger stehen im Aufgebot der Generalprobe. Gut möglich, dass alle vier auch bei der WM in der Schweiz dabei sind.
Wobei der Teamchef in der Pressekonferenz erklärte, dass er die Hoffnung auf einen Einsatz von den zwei weiteren Eishockey-Cracks aus dem Ländle, Vinzenz Rohrer und David Reinbacher, noch nicht aufgegeben hat. Beide spielen aktuell mit dem Farmteam der Montreal Canadiens, den Laval Rockets, im Play-off der AHL und stehen gegen die Toronto Marlies vor dem entscheidenden Match um den Aufstieg. „Man weiß nie, was passiert. Ich bin im Austausch mit den Jungs und sollten sie ausscheiden, stehen sie uns bei der WM zur Verfügung“, so Bader.