Glücksgefühle für Katharina Rhomberg

Sport / 07.06.2026 • 19:01 Uhr
Reitsport
Blieb in St. Gallen mehrfach fehlerfrei: die Vorarlbergerin Katharina Rhomberg (hier auf Cuma). Petrillo

Die 33-jährige Springreiterin aus Dornbirn überzeugte mit zwei zweiten Plätzen bei 5*-Springturnier in St. Gallen.

St. Gallen Am Ende war es knapp, am Ende entschied nur die Zeit – gegen Katharina Rhomberg. Denn die Dornbirnerin zeigte sich beim mit 500.000 Euro dotierten Fünf-Sterne-Springturnier in St. Gallen einmal mehr von ihrer besten Seite. So musste sich die 33-Jährige mit ihrem Pferd Colestus nur dem Deutschen Marcus Ehning geschlagen geben. Rhomberg blieb in beiden Umläufen fehlerfrei und musste sich am Ende nur mit einem Rückstand von 0,75 Sekunden geschlagen geben.

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Der Routinier aus Deutschland schlug im finalen Durchgang von Beginn an ein hohes Tempo an – und wurde für das Risiko belohnt. Ehning im Sattel von Coolio blieb wie die Österreicherin Katharina Rhomberg auf Colestus und die Deutsche Pia Reich auf Löwenherz ein zweites Mal fehlerfrei. Ehning war der Schnellste dieses Trios, gewann seinen 35. Grand Prix auf Fünf-Sterne-Niveau und als 52-Jähriger zum dritten Mal in St. Gallen.

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Nur knapp den Sieg verfehlt

Rhomberg hatte den Parcours in 46,83 Sekunden absolviert, Ehning war in 46,08 Sekunden unwesentlich schneller. Für die Vorarlbergerin war das “Heimturnier” in der Ostschweiz ein weiterer Beweis für ihre gute Performance mit ihren beiden Pferden Colestus und Cuma. Denn schon am Freitag hatte die Dornbirnerin mit einer perfekten Show ihrem österreichischen Team den zweiten Platz im Nationenpreis gesichert. Dabei “zauberte” Rhomberg auf Cuma auch im zweiten Umlauf einen fehlerfreien Ritt ins Stadion. Ein Kunststück, das außer der Vorarlbergerin nur dem Schweizer Jason Smitz gelingen sollte. Damit bestätigte die heimische Reiterin einmal mehr ihre eindrucksvolle Konstanz in diesem Jahr – mit dem Höhepunkt Weltmeisterschaft in Aachen. Am Ende belegte Rhomberg mit dem Team – Max Kühner, Bianca Babanitz und Felix Koller – hinter Gastgeber Schweiz den zweiten Platz. Noch vor Reitsportnationen wie Großbritannien, Belgien, den USA oder Deutschland. Gemeinsam mit Familienmitgliedern und Freunden konnte sie ihren Erfolg beim vierten Antreten in St. Gallen dann auch richtig genießen.

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“Ich bin natürlich mega-happy”, sagte sie im Gespräch mit den VN. Vor allem die Doppel-Null am Freitag im Rahmen des Nationenpreises hatte der Olympiareiterin noch einmal das Selbstvertrauen gestärkt. “Es war das beste Ergebnis für Österreich in St. Gallen und lässt uns doch Hoffnungen für die Weltmeisterschaft.” Das Einzelspringen, so Rhomberg, sei dann eine “echte Draufgabe” gewesen. Zumal sie sich danach erinnerte, wie sie vor zehn Jahren davon geträumt hat, in St. Gallen um den Sieg mitspringen zu können. “Ich war als Kind hier zuschauen, jetzt genieße ich den Augenblick, Zweite geworden zu sein.” Damit holte sie auch ihre beste Platzierung beim Turnier in St. Gallen, nachdem sie im Vorjahr Rang drei belegt hatte. “Der heutige Tag ist wohl nicht zu toppen, einfach richtig cool”, freute sich Rhomberg.

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Vorbereitung auf die WM

Die nächsten Wochen stehen dann schon im Zeichen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Mitte August in Aachen. So wird sie ihren beiden Pferden Cuma und Colestus eine Pause von drei bis vier Wochen gönnen, wie sie verriet. Letzterer ist aktuell für sie jenes Pferd, mit dem sie bei der WM an den Start gehen möchte. “Ich werde mich sicherlich noch mit meinem Trainer besprechen, wie wir die nächsten Wochen anlegen. Aber ich denke, ich werde mit Colestus vor der WM noch ein Turnier bestreiten.” In den nächsten zwei Wochen wird sie mit ihren jüngeren Pferden u. a. auch bei den österreichischen Meisterschaften im Magna Racino bei Ebreichsdorf in Niederösterreich an den Start gehen.

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Colestus in bestechender Form

In St. Gallen hat Rhomberg am Freitag auf Cuma zum historischen zweiten Rang im Nationenpreis beigetragen, am Sonntag verpasste sie auf ihrem elfjährigen Westfalen Colestus Cambridge im Gründermoos nur knapp den Sieg. Finanziell schlägt sich der zweite Platz mit einem Scheck über 100.000 Euro zu Buche. Erst kürzlich hatte Rhomberg mit ihrem ersten Sieg beim Fünf-Sterne-Grand-Prix im italienischen Versilia und mit ihrem vierten Platz beim GP von Aachen gezeigt, wie gut sie und ihr sprunggewaltiger Colestus aktuell harmonieren.

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