“La La-Land” und heiliger Rasen in San Francisco

Österreichs Eishockey-Meister Kilian Zündel erlebte ÖFB-Auftaktsieg bei der WM auf besondere Weise.
San Francisco Beim historischen WM-Sieg Österreichs über Jordanien war Vorarlberg im San Francisco Bay Area-Stadion mehr als stark vertreten. Denn neben Mittelfeldspieler Paul Wanner, dessen Wurzeln in Dornbirn liegen, und den beiden ÖFB-Staff-Mitgliedern Martin Hämmerle (Physio -und Athletikcoach) und Martin Rinderer (Ernährungswissenschaftler) war auch der frisch gebackene österreichische Eishockey-Meister mit den Graz 99ers Kilian Zündel mittendrin statt nur dabei.

Als Model in den USA
Der Dornbirner war von der Kosmetik-Marke AXE (Body Spray und Deodorants) im Rahmen einer Werbezusammenarbeit eingeladen, am ersten Gruppenspiel der österreichischen Nationalmannschaft teilzunehmen. „Ich durfte den neuen Duft von AXE in den USA vorstellen und im Zuge dessen kam es zum Besuch der Partie gegen Jordanien. Es war einfach der Wahnsinn, ich durfte vor dem Match sogar auf den Rasen, auch den Matchball, mit dem Romano Schmid sein Traumtor erzielte konnte ich in Händen halten. Das Gesamterlebnis WM gepaart mit dem ersten Sieg der Österreicher war einfach großartig“, erzählt Zündel, der seit dem 8. Juni bereits in den USA weilt.

Fiebertraum
Der Verteidiger der Graz 99ers, dem über 95.000 Menschen auf Instagram folgen, wurde zu einem Foto-Shooting für die Mode-Labels „All Saints“ und „John Varvatos“ nach New York eingeladen. „Nach fünf Tagen ging es zu einem Freund weiter nach Los Angeles, der dort als Event-Manager arbeitet und für die FIFA im Rahmen der WM einige Feste organisiert. Ich war dann auf einer Afterparty der Partie USA gegen Paraguay eingeladen, wo sich auch Hollywood-Stars wie Justin Bieber, der Rapper Tyga oder Paris Hilton tummelten“, berichtet der 24-Jährige: „Irgendwie bin ich mir vorgekommen wie in einem Fiebertraum. Lauter Superstars und der kleine Bub aus Dornbirn ist auch mit am Start“.

Dieser Tage erfolgt die Rückreise nach Europa, „um in London noch ein Festival mitzunehmen. Die Monate Juni und Juli nutze ich fürs Reisen, Anfang August startet ja wieder das Eistraining in Graz“, so Zündel.

Um seine Fitness nicht zu vernachlässigen, nutzt der Verteidiger jede freie Minute für Training: „Vor allem auf Reisen brauche ich diesen sportlichen Ausgleich. Natürlich muss ich auch in Form zu den 99ers zurückkehren, sonst bekomme ich ein Problem“, schmunzelt der Fitness-Freak, der in den nächsten Wochen auch die Heimat beehren wird. „Ich freue mich schon, meine Familie in Dornbirn wiederzusehen“.
