Der Mann für große grün-weiße Momente

Sport / 25.06.2026 • 15:40 Uhr
Der Mann für große grün-weiße Momente

Das ist Vorarlbergs “Trainer der Saison 2025/26, Meistermacher Markus Mader (58).

Bregenz Es war eine frostige Nacht, als Markus Mader Ende Februar 2022 anlässlich der VN-“Nacht des Fußballs” erstmals als Trainer des Jahres (Anm. d. Red.: Damals noch als Ganzjahreswahl, seit 2026 wird jeweils die Saison zur Wahl herangezogen) ausgezeichnet wurde. Der gebürtige Bregenzer stand für eine der schönsten Fußballgeschichten des Landes. Mit Austria Lustenau hatte er einen Verein nach schier endlosen 22 Jahren Wartezeit zurück in die Bundesliga geführt.

Fußball, Fußballgala Preisverleihung Fußballer des Jahrees
Fußball, Fußballgala Preisverleihung Fußballer des Jahrees

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Vier Jahre später steht der 58-Jährige erneut auf der Bühne – und hat seiner Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Allein die Voraussetzungen waren dieses Mal andere, wie auch die sommerlichen Temperaturen anlässlich des Empfangs auf der Terrasse des Casino Bregenz.

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Ein zweites Mal

Das “Kunstwerk” war in der abgelaufenen Saison harte Knochenarbeit, bis es vollbracht war. Auch deshalb war der zweite Meistertitel ein Erfolg, der für den Vorarlberger sogar noch eine höhere Bedeutung besitzt. Auch wenn es im ersten Augenblick von außen betrachtet gar nicht so scheinen mag. Bezeichnend zudem, dass er im Moment der Auszeichnung (“Damit habe ich wirklich nicht gerechnet”) bescheiden blieb. Dabei lohnt sich ein Blick zurück auf seine aktive Karriere als Fußballer, in der er als Stürmer mit Torinstinkt immer für Schlagzeilen gut war. Schon als Spieler galt Mader als einer, der Situationen früh erkannte. Als 17-Jähriger debütierte er für die Spielgemeinschaft IG Bregenz/Dornbirn in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse, mit 18 Jahren erzielte er sein erstes Profitor und mit Karriereende nach über 340 Pflichtspielen war sein Torjubel über 90 Mal sicht- und hörbar. Markus Mader wusste, wo das Tor steht.

Der Mann für große grün-weiße Momente
Der Meisterjubel des Trainers. gepa

Diese Fähigkeit, Spiele zu lesen und Entwicklungen vorauszuahnen, zeichnet ihn heute als Trainer aus. Dazu kommt eine weitere Qualität, die Spieler und Wegbegleiter immer wieder hervorheben: sein Gespür für Menschen. Mader versteht es, sich in die Situation seiner Spieler hineinzuversetzen, die richtigen Worte zu finden, und hat gelernt, Entscheidungen zu treffen, wenn sie gefragt sind.

Fußball, Fußballgala Preisverleihung Fußballer des Jahrees
Markus Mader mit Gattin Martina. Paulitsch

Dass er jetzt als einer der erfolgreichsten Trainer des Landes gilt, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Seine Trainerkarriere begann bereits 2006 als Spielertrainer beim FC Egg. Über zahlreiche Stationen im Amateurfußball arbeitete er sich Schritt für Schritt nach oben, sammelte Erfahrungen, entwickelte seine Philosophie weiter und schaffte schließlich den Sprung in den Profibereich. Mittlerweile stehen beinahe 400 Spiele als Cheftrainer in seiner Vita.

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Volle Anspannung während eines Spiels. gepa

“Erwachsener” geworden

Zwischen dem ersten und dem zweiten Bundesliga-Aufstieg liegen nicht nur vier Jahre, sondern auch eine persönliche Entwicklung. Mader selbst beschreibt sich heute als “erwachsener” als noch 2022. Während er früher als Trainer stärker ins Tagesgeschäft eingebunden war, agiert er mittlerweile häufiger aus der Beobachterrolle heraus, delegiert mehr und versteht sich zunehmend als Manager seiner Mannschaft. Der Erfolg gibt ihm recht. Mit dem Meistertitel 2026 führte er die Austria erneut ans Ziel und bewies, dass der erste Aufstieg keine Eintagsfliege war. Vielmehr bestätigte er nachhaltig seinen Ruf als Aufstiegstrainer.

Fußball, Fußballgala Preisverleihung Fußballer des Jahrees
Fußball, Fußballgala Preisverleihung Fußballer des Jahrees

Vertrauensbeweis und Chance

Die Wertschätzung des Vereins zeigt sich auch abseits des Rasens. Nach dem Aufstieg wurde sein Vertrag bis 2028 verlängert. Für Mader ist das mehr als ein Vertrauensbeweis: Es gibt ihm die Chance, die nächste Bundesliga-Geschichte zu schreiben. Der zweite Titel als Trainer des Jahres würdigt deshalb weit mehr als eine erfolgreiche Saison. Markus Mader hat zweimal bewiesen, dass er Mannschaften nach oben führen kann. Und genau das macht ihn zum Trainer der Saison 2025/26.