Das ist Vorarlbergs Aufsteiger der Fußball-Saison 2025/26

Altachs Jungstar ist inzwischen im Visier finanzkräftigerer Clubs aus dem Ausland.
Altach Dank seiner Statur ist er nicht zu übersehen, und auch verbal hält sich Filip Milojevic am Fußballplatz nicht zurück. Das war schon bei seinen ersten Einheiten in Altach, im Sommer 2024 noch unter Coach Joachim Standfest, hörbar. Zwei Jahre und zwei Trainer später gehört der gebürtige Feldkircher zu den begehrten Jungstars in Rot-Weiß-Rot. Noch bis 2027 ist er vertraglich an den SCRA gebunden, der nächste Schritt könnte also alsbald folgen.

Geboren wurde Milojevic am 9. Februar 2005 in Feldkirch. Seine ersten Fußballschritte machte er beim SC Tisis, später wechselte er zu BW Feldkirch und schließlich in die Akademie Vorarlberg. Dort entwickelte sich der robuste Innenverteidiger zu einem der vielversprechendsten Talente seines Jahrgangs. Die Belohnung folgte im Sommer 2022, als Bayer Leverkusen anklopfte.
Der Wechsel nach Deutschland bedeutete für den damals 17-Jährigen einen großen Schritt. Weg von Familie und Freunden, hinein in eines der renommiertesten Nachwuchsprogramme Europas. Die Anfangszeit war nicht einfach, ein Mittelfußknochenbruch bremste ihn früh aus. Doch Milojevic biss sich durch, etablierte sich in der U19 von Bayer und führte die Mannschaft zeitweise sogar als Kapitän aufs Feld.
Die Daten von Filip Milojevic in der Saison 2025/26.
Prägende Persönlichkeit
Besonders prägend war für ihn die Zusammenarbeit mit Xabi Alonso. Während Leverkusen in der Saison 2023/24 Geschichte schrieb und erstmals deutscher Meister wurde, durfte der Vorarlberger immer wieder bei den Profis mittrainieren. An der Seite von Stars wie Florian Wirtz, Granit Xhaka oder Patrick Schick sammelte er wertvolle Erfahrungen. Noch heute erinnert er sich daran, wie beeindruckend es war, den ehemaligen Welt- und Europameister täglich bei der Arbeit zu erleben. “Wenn Alonso Übungen vorzeigt, macht er keinen Fehler”, sagte Milojevic einst voller Bewunderung.

Im Jänner 2024 durfte er sogar erstmals für die Kampfmannschaft der Werkself auflaufen. Beim Testspiel gegen Venezia FC wurde er eingewechselt und erhielt einen Vorgeschmack auf die große Fußballbühne. Dennoch blieb er bodenständig. Wer mit ihm spricht, merkt schnell, dass Familie für ihn einen hohen Stellenwert besitzt. Besonders Vater Aleksandar begleitet seinen Weg seit Kindheitstagen als engster Vertrauter, Unterstützer und wohl auch größter Fan.
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Im Sommer 2024 entschied sich Milojevic für den nächsten Karriereschritt und wechselte nach Altach. Bereits im August feierte er als 19-Jähriger sein Debüt in der österreichischen Bundesliga. Doch der Sprung vom Talent zum Stammspieler sollte Zeit in Anspruch nehmen. Es benötigte Geduld, harte Arbeit und die Bereitschaft, Rückschläge anzunehmen. Genau diese Eigenschaften hatte er in jungen Jahren in Deutschland gelernt.
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In der abgelaufenen Saison war es dann so weit: Milojevic gelang der Durchbruch. Neben den Routiniers Benedikt Zech (35) und Lukas Jäger (31) entwickelte er sich zu einer festen Größe in der Altacher Defensive, absolvierte den Großteil der Ligaspiele und überzeugte mit seiner Zweikampfstärke, seinem Stellungsspiel und seiner Ruhe am Ball. Leistungen, die auch beim Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) nicht unbemerkt blieben. Nachdem er bereits sämtliche Nachwuchs-Nationalteams durchlaufen hatte, hielt er im Frühjahr 2026 erstmals eine Einberufung für die U21-Auswahl in Händen. Damit schloss sich für ihn vorerst ein Kreis. Vom Nachwuchsspieler aus Tisis zum U21-Nationalspieler, vom Akademietalent zum Bundesliga-Stammspieler. Eine Geschichte, die nicht abgeschlossen scheint.
Aktuell hat Filip Milojevic mehr als 4200 Follower auf seinem Social-Media-Account
Vorarlbergs Aufsteiger der Saison 2025/26 hat also die Türen zur großen Fußballbühne aufgestoßen, hindurchgehen muss er selbst. Da hilft ihm primär die eigene Haltung, zu sagen: immer mit beiden Beinen fest am Boden bleiben – egal, wie groß die Bühne wird.