Im Visier der Bullen

Sport / 12.07.2026 • 15:55 Uhr
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Der RB Salzburg hat Interesse an Dejan Stojanovic. gepa

Der SCR Altach zeigt sich bezüglich seiner Nummer eins jedoch nicht gesprächsbereit.

Altach Als wären die Probleme rund um die aktuelle Kaderzusammenstellung nicht groß genug, kommt nun eine “Grätsche” von Ligakonkurrent RB Salzburg zur Unzeit. Zumal sich laut Sportchef Philipp Netzer zumindest bei der Stürmersuche Licht im Dunkel abzeichnen soll. Doch nun locken ausgerechnet die Bullen Altachs Nummer eins.

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Auch zuletzt im Test gegen Vaduz bewies Stojanovic seine Qualität in drei, vier brenzligen Situationen. SCRA-Meier

Dabei hatte Dejan Stojanovic noch vor wenigen Wochen seinen Vertrag in Altach um drei Jahre – ohne Ausstiegsklausel – verlängert. Und jetzt soll der 32-Jährige ausgerechnet beim finanziellen Ligakrösus auf der Liste stehen. Nach dem Abgang von Teamtorhüter Alexander Schlager (30) nach Bremen sind die Salzburger laut Salzburger Nachrichten auf der Suche nach einer österreichischen Lösung als Nummer zwei. Zumal die Einserposition Christian Zawieschitzky vorbehalten sein soll. Der 19-jährige Kufsteiner ist langfristig (2030) an den Verein gebunden.

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Für eine Wachablöse auf der Torhüterposition wäre es in Altach noch zu früh. SCRA/Meier

Keine Gesprächsbereitschaft

Aus Altach gibt es klare Worte zum Werben der Bullen. Sportchef Philipp Netzer signalisiert keine Gesprächsbereitschaft. “Ehrlicherweise kann ich es mir auch nicht vorstellen”, so der 40-Jährige gegenüber den VN. Zumal er bislang auch von keiner Seite kontaktiert worden sei. Wobei er im Fußball explizit “nichts ausschließen” will. Netzer betonte aber ausdrücklich die Wertigkeit von Stojanovic für die Mannschaft und für den gesamten Verein. “Er als Person ist für uns ganz wichtig, sportlich und menschlich.” Das lässt sich auch in Zahlen untermauern, denn seit seiner Rückkehr nach Vorarlberg hat sich “Deki” nicht nur als sicherer Rückhalt etabliert, sondern ist vielmehr in die Riege der Top-Drei-Torhüter in der Liga aufgestiegen.

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Altachs sportliche Führung mit Philipp Netzer (rechts) und Eric Orie. SCRA/Meier

Mit seinen Leistungen trug er in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Erhalt der Liga bei. Das schlug sich auch bei der Wahl zu “Vorarlbergs Fußballer des Jahres” nieder. So durfte Dejan Stojanovic zuletzt zweimal in Folge die Auszeichnung der Wahl der Vorarlberger Nachrichten entgegennehmen.

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Dejan Stojanovic im Einsatz gegen die Bullen. gepa

Die Ausgangslage ist also klar: Vertraglich ist Stojanovic an Altach gebunden, die Bullen jedoch, so heißt es, seien bereit, eine Ablöse zu zahlen. Für den Torhüter selbst würde ein Wechsel noch mehr Aufmerksamkeit, aber auch eine höhere Gehaltsstufe bedeuten. Bei Salzburg gilt Stojanovic als Topkandidat auf einer Liste mit einigen Torhüternamen. Darunter soll sich auch jener von Thomas Dähne befinden. Der 32-jährige Deutsche, der bereits von 2007 bis 2014 in Salzburg kickte, stand zuletzt bei 1860 München unter Vertrag.

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Das Gerücht um einen möglichen Abgang von Stojanovic erleichtert die Kaderzusammenstellung keinesfalls. Zumal weiter zwei Stürmer, ein Zentrumsspieler sowie ein quirliger, dribbelstarker Typ ebenso wenig in Sicht sind wie eine Lösung auf der rechten Außenbahn. Dort war zuletzt notgedrungen Lukas Jäger in den Testspielen aufgeboten worden.