VDF-Ranking: SW Bregenz mit deutlichem Handungsbedarf

Sport / 29.07.2026 • 19:30 Uhr
GEPA-20260410-101-107-0041
Eine anonyme Spielerbefragung ergab, dass SW Bregenz einen großen Aufholbedarf bezüglich Finanzen und Kommunikation hat. Gepa

Vor dem sportlichen Saisonstart sorgt Schwarz-Weiß Bregenz abseits des Rasens für negative Schlagzeilen

Wien, Bregenz Die aktuelle „Tabelle der anderen Art“ der Vereinigung der Fußballer (VdF) zeichnet für Schwarz-Weiß Bregenz ein ernüchterndes Bild. Während Red Bull Salzburg in der Bundesliga und der FC Liefering in der 2. Liga in der anonymen Spielerbefragung die Bestwerte erzielen, landet der Bodenseeklub mit lediglich 34,6 von 100 möglichen Punkten abgeschlagen am Ende des Zweitliga-Rankings.

Für die jährlich durchgeführte Erhebung gaben mehr als 500 Profifußballer aus insgesamt 27 Vereinen der ADMIRAL Bundesliga und der ADMIRAL 2. Liga anonym Auskunft über ihren Arbeitsalltag. Bewertet wurden zehn zentrale Bereiche – von der Infrastruktur über die medizinische Betreuung bis hin zur Pünktlichkeit der Gehaltszahlungen und der Kommunikation innerhalb des Vereins.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Gerade in diesen Kategorien offenbaren sich bei Schwarz-Weiß Bregenz erhebliche Defizite. In acht der zehn bewerteten Bereiche vergaben die Spieler weniger als fünf von zehn möglichen Punkten. Besonders kritisch fällt die Bewertung bei der Pünktlichkeit der Gehaltszahlungen aus. Mit lediglich 2,3 Punkten zählt der Verein zu den Schlusslichtern der gesamten Erhebung. Nur Austria Klagenfurt schneidet in dieser Kategorie mit 1,5 Punkten noch schlechter ab.

VDF-Ranking: SW Bregenz mit deutlichem Handungsbedarf

Während der FC Liefering mit 97,4 Punkten den höchsten Gesamtwert aller 27 teilnehmenden Klubs erreicht und damit als Maßstab gilt, wird der Abstand zu Schwarz-Weiß Bregenz besonders deutlich. Zwischen Spitzenreiter und Tabellenende liegen in der 2. Liga mehr als 60 Punkte.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Die Ergebnisse sollen den Vereinen laut VdF als Orientierung dienen, um die Arbeitsbedingungen für Profifußballer nachhaltig zu verbessern. „Die Tabelle der anderen Art gibt den Spielern dort eine Stimme, wo ihr Arbeitsalltag sonst selten sichtbar wird. Sie ist ein Spiegel für die Klubs und zugleich ein Entwicklungsinstrument. Pünktliche Gehälter, klare Verträge und eine verlässliche medizinische Betreuung sind Mindeststandards im Profifußball. Die Spitzenwerte zeigen, was möglich ist. Wo die Bewertungen deutlich darunterliegen, braucht es konkrete Verbesserungen“, erklärt VdF-Vorsitzender Gernot Baumgartner.

Für Schwarz-Weiß Bregenz ist das Abschneiden damit ein deutliches Warnsignal. Unabhängig von der sportlichen Entwicklung zeigt die Befragung, dass die Spieler insbesondere bei organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen erheblichen Verbesserungsbedarf sehen.