Austria Lustenau macht Lust auf mehr

Noch wichtiger als der erste Punkt in der Bundesliga war der Eindruck, den der Aufsteiger hinterließ
Lustenau Austria Lustenau hat im ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison 2026/27 mit dem 1:1 gegen die SV Ried nicht nur den ersten Punkt angeschrieben, sondern auch bestätigt, dass mit dem Aufsteiger diese Saison zu rechnen ist. Vor allem die Art und Weise, wie sich die Grün-Weißen gegen einen spielstarken Gegner präsentierten, stimmt die Verantwortlichen nach dem Auftakt optimistisch.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.
Dass die Austria nach den ersten 90 Minuten der neuen Saison erhobenen Hauptes vom Platz ging, lag vor allem an einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die zahlreichen Neuzugänge fügten sich nahtlos ins Kollektiv ein.

„Besser wäre ein Sieg. Aber klar. Erstes Spiel. Erster Punkt. Ich glaube, wichtig ist, dass wir angeschrieben haben. Und jetzt brauchen wir uns vor keinem verstecken, wenn wir die Leistung jede Woche so am Platz bringen“, sagte Torschütze Dominik Weixelbraun, der sich mit seinem Treffer einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte sicherte. Der Neuzugang erzielte das erste Bundesliga-Tor überhaupt in der neuen Sun Minimeal Arena. „Da muss ich mir irgendwas einfallen lassen für die Mannschaft“, meinte der Offensivspieler schmunzelnd.

Auch Kapitän Matthias Maak sah vor allem den Entwicklungsprozess der neu formierten Mannschaft. „Ried war speziell die erste Halbzeit richtig gut. Haben uns schön hinterherlaufen lassen.“ Nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft das Kommando übernommen. „Die ersten 25 Minuten haben wir das Spiel in die Hand genommen.“ Die Chancen auf den Sieg seien durchaus vorhanden gewesen. „Ich habe eine Chance, Lenn Jastremski hat auch eine gute Chance gehabt. Antonio Verinac hat es nach seiner Einwechslung richtig gut gemacht.“ Dass Ried in der Schlussphase ebenfalls noch Möglichkeiten vorfand, verschwieg der Routinier nicht. „Wir haben natürlich auch noch Glück zum Schluss. Aber letztendlich glaube ich schon, dass das Remis verdient war.“
Trainer Markus Mader war vor allem mit der Disziplin seiner Mannschaft zufrieden. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Wir haben uns wirklich mit Haut und Haar gewehrt, haben aber selber Nadelstiche setzen können. Von den Spielanteilen her war es ausgeglichen und Unentschieden ist gerecht.“

Der 55-Jährige erkannte bereits jene Elemente, die seine Mannschaft künftig auszeichnen sollen. „Wenn wir organisiert sind gegen den Ball, wenn wir uns gut coachen, wenn wir die Räume eng machen, sind wir schwer zum Bespielen.“ Gleichzeitig sieht Mader noch Verbesserungspotenzial. „Die letzten Bälle in der Box müssen noch präziser kommen.“
Besonders erfreut zeigte sich der Cheftrainer über die Debüts seiner Neuzugänge. „Lord Afrifa war überragend in seinem ersten Bundesligaspiel. Precious Benjamin hat sich vorne aufgeopfert. Danilo Soares hat das solide gemacht. Und dann schießt Dominik Weixelbraun gleich sein erstes Tor im ersten Spiel für die Austria. Mehr kannst du dir als Trainer eigentlich nicht wünschen.“

Diese Einschätzung teilte auch Sportdirektor Dieter Alge. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, weil es für uns das erste Spiel war und wir nicht genau wussten, wo wir stehen. Ried hat Qualität, das hat man gesehen.“ Besonders die Integration der Neuzugänge wertete er als Bestätigung der Kaderplanung. „Alle, die angefangen haben und alle, die hineingekommen sind, haben ihre Sache gut gemacht. Ich glaube, dass wir ein richtig gutes Händchen bei unserer Auswahl an neuen Spielern hatten.