Ein Duell mit ganz viel Nostalgie

Als sich Austria Lustenau und der GAK letztmals in Bundesliga gegenüberstanden, waren viele der heutigen Akteure nicht einmal geboren.
Lustenau Gut Ding braucht Weile. So auch die Begegnung zwischen dem Grazer AK und Austria Lustenau am Samstag um 17 Uhr. Denn als sich beide Teams das letzte Mal im Oberhaus der österreichischen Bundesliga duellierten, mussten die Fans ihre Eintrittskarten noch mit dem Schilling bezahlen.
So geschehen am 22. April 2000. Der Sieg ging mit 2:0 an die Rotjacken aus der steirischen Landeshauptstadt. Igor Pamic und Didi “Sergio” Ramusch trafen für die Grazer gegen Lustenauer, die von Goran Stanislavjevic als Coach betreut wurden. Der mittlerweile verstorbene Serbe schickte Kicker wie Armand Benneker oder Alex Pastoor auf das Spielfeld der damals noch als “Arnold Schwarzenegger-Stadion” betitelten Heimstätte des GAK.

Genau sind 26 Jahre, 3 Monate, 2 Wochen und 3 Tage vergangen. Die Vorzeichen sind ähnlich wie damals, denn auch im Jahre 2026 fährt die Austria nicht als Favorit nach Graz, kommen als Aufsteiger in die Merkur-Arena. Zudem lässt die Statistik Austrias Fans nicht gerade jubilieren. In den insgesamt 21 Begegnungen auf Profi-Ebene (Bundesliga, 2. Liga und ÖFB-Cup) gab es 13 Siege des GAK, vier Remis und vier volle Erfolge für die Kicker aus der Stickergemeinde. Immerhin: Am 14. Juni 1999 gelang der Austria das Kunststück, einen 3:2-Sieg in Graz zu holen. Erik Regtop, Danijel Brezič und Alex Marcelino sorgten für den Erfolg, der eine Eintagsfliege blieb.
Für Samstag rechnen sich die Lustenauer doch einiges aus, “vor allem, weil wir zuletzt über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt haben”, erklärt Cheftrainer Markus Mader im Vorfeld der Partie. Man will an den eigenen Prinzipien festhalten, “sprich eine kompakte defensive Einheit bilden, aus der wir dann im Umschaltspiel unsere Nadelstiche setzen”, so Mader, der bei VOL Live genaue Einblicke über Austrias Rückkehr in die Bundesliga gab.
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Aus dem aktuellen Kader wissen mit Domenik Schierl, Fabian Gmeiner und Pius Grabher sowie Coach Mader nur vier Akteure wie es sich anfühlt, in der Merkur-Arena gegen den GAK zu spielen. Am 26. November 2021 holten sie ein 0:0. Für den Rest ist die Reise gen Graz zu den Rotjacken Neuland.

Soares mit Debüt in Graz
Wie auch für Neuzugang Danilo Soares. “Ich bin echt schon gespannt auf die Atmosphäre, denn ich habe weder in dem Stadion noch gegen den GAK jemals gespielt”, so Soares, der zwischen 2010 und 2013 schon für die Austria kickte.

Spielt für den Brasilianer, der nach 13 Jahren wieder ins Ländle zurückgekehrt ist, aber alles keine Rolle, “weil wir unbedingt Zähler holen wollen”. Dafür wird es dem linken Außenverteidiger zufolge auch von ihm selbst eine Leistungssteigerung brauchen. “Ich habe mich gegen Ried aus unerklärlichen Gründen nicht topfit gefühlt, daher war ich nicht ganz zufrieden. Aber die Leistungen in der Trainingswoche stimmen mich zuversichtlich”, so Soares, der seine Zukunft klar im Ländle sieht: “Ich fühle mich mit meiner Familie hier sehr wohl, wir möchten uns unbedingt hier eine zweite Heimat aufbauen”. Bleibt zu hoffen, dass er sich bei seinem Debüt in der Merkur-Arena auch wohlfühlt. So wie seine Teamkollegen beim Saisonauftakt. Denn große Änderungen an der Startelf wird es wohl nicht geben.