Sonntag, 19 Uhr in Wien – “Optimal ist das nicht”

Sport / 03.08.2026 • 12:50 Uhr
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Deutlich sichtbare Kritik: Im Gästesektor wurde mit Spruchbändern protestiert. GEPA

Die Altach-Fans protestieren gegen die neue Anstoßzeit – die Spieler zeigen Verständnis.

Wien Altachs Mittelfeldspieler Vesel Demaku packte nach dem Spiel bei Rapid (0:1) gedanklich den Atlas aus: “Ihr wisst alle, wo Vorarlberg liegt. Das ist kein guter Termin für die Fans, die müssen morgen alle arbeiten gehen.” 606 Kilometer sind es vom Altacher Schnabelholz zum Allianz Stadion im Westen Wiens. Viele Gästefans taten sich das bei der Anstoßzeit am Sonntag um 19 Uhr nicht an. Und die, die im Gästesektor waren, zeigten ihren Unmut über die Anstoßzeit mit vier Spruchbändern und einem an die Liga gerichteten Mittelfinger.

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Notwendige Trinkpause: Auch am Abend war die Hitze noch nicht vorbei. GEPA

Der Sonntagstermin um 19 Uhr ist neu in dieser Saison, es gibt ihn in den Sommermonaten Juli und August. Ab September finden die Spiele sonntags um 14.30 sowie um 17 Uhr statt, am Samstag um 17 und 19 Uhr. Neu ist auch ein fixer Freitagstermin um 19.30 Uhr. Die weitere Vereinzelung ist dem finanziell schlechteren TV-Vertrag geschuldet, ohne zusätzliche Einzelspiele wäre den Klubs noch weniger Geld geblieben. Den späten Sonntagabendtermin begründet die Liga damit, dass man bei hohen Temperaturen nicht nachmittags spielen wolle.

“Uns ist es an diesem Wochenende wetterbedingt schon um die Uhrzeit lieber”, sagte Demaku nach dem Spiel, das in Wien bei immer noch 30 Grad angepfiffen wurde. Für die Fans tue ihm das schon leid. “Und ich muss auch ehrlich sagen: Wir fahren jetzt noch acht Stunden mit dem Bus heim und kommen um 6 oder 7 Uhr in Vorarlberg an und in vier Tagen geht es daheim gegen die WSG Tirol weiter. Optimal ist es jetzt nicht für uns. Aber der Spielplan wird sich nicht nur nach uns richten.”

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Ähnlich sah es Neuzugang Niklas Niehoff: “Es ist ja offensichtlich, wenn die Leute morgen arbeiten müssen, dass das nicht gut gelegt ist. Klar ist es schade für uns und für die Fans, aber da kann ich nicht viel dran ändern.” Auch die Rapidler zeigten Verständnis ob der Kritik an der Anstoßzeit um 19 Uhr. “Wenn Fans anreisen – gerade bei Rapid kommen sie ja aus ganz Österreich – dann wird das schon ziemlich spät”, meinte Rapid-Kapitän Matthias Seidl. Er verstehe, dass Fans früher daheim sein wollen, wenn sie montags arbeiten müssen, sagte auch Tormann Niklas Hedl. Altachs Trainer Ognjen Zaric wollte auf das Thema nicht eingehen. “Egal was ich jetzt sage, jemand wird es immer kritisieren. Deswegen lasse ich es.“