Nächster Podestplatz in der Karibik

Sport / 06.08.2026 • 10:46 Uhr
Team Vorarlberg, Tour de Guadeloupe 2026
Das Team Vorarlberg setzt weiter Ausrufezeichen bei der Tour de Guadeloupe in der Karibik. Team Vorarlberg

Team Vorarlberg sorgt bei der Tour de Guadeloupe weiter für Schlagzeilen. Stüssi mit Platz drei auf sechster Etappe.

Guadeloupe Das Team Vorarlberg bleibt bei der Tour de Guadeloupe weiter auf Erfolgskurs. Auf der sechsten Etappe über 136 Kilometer von Orange Moudoung nach Goyave sorgte Colin Stüssi mit Rang drei für den nächsten Podestplatz und verschaffte sich zugleich eine deutlich bessere Ausgangsposition im Kampf um die Gesamtwertung.

Rad, Team Vorarlberg
Colin Stüssi zeigte einmal mehr seine Kletterqualitäten. Team Vorarlberg

Auf der wohl schwierigsten Etappe der diesjährigen Rundfahrt zeigte der Schweizer einmal mehr seine Kletterqualitäten. Stüssi setzte sich am längsten Anstieg des Tages von seinen Konkurrenten ab und überquerte den höchsten Punkt der Etappe mit rund 30 Sekunden Vorsprung als Solist. Auf dem langen Flachstück Richtung Goyave konnte er seinen Vorsprung jedoch nicht bis ins Ziel verteidigen. Clément Sanchez und Vincent Bodet vom Team Vendée U Primeo Energie schlossen auf, zogen vorbei und erreichten das Ziel mit einem Vorsprung von 43 Sekunden auf den Team-Vorarlberg-Kapitän.

Team Vorarlberg, Tour de Guadeloupe 2026
Emanuel Zangerle im grünen Trikot. Team Vorarlberg

Trotzdem fiel die Bilanz im Lager des österreichischen Continental-Teams äußerst positiv aus. „Unser Ziel war, dass Colin heute Zeit auf die Spitze gut macht. Dieser Plan ist aufgegangen. Er hat sich vom 13. auf den fünften Platz verbessert. Außerdem hat er gezeigt, dass am Berg hier kein Kraut gegen ihn gewachsen ist. Das stimmt für die kommenden Tage sehr optimistisch, zumal sein Rückstand mit knapp vier Minuten nicht allzu groß ist“, freute sich Renndirektor Paul Renger.

Besonders zufrieden zeigte sich Renger mit der geschlossenen Mannschaftsleistung. Ein Sonderlob erhielt dabei der junge Vorarlberger Dominik Amann, der bis zum ersten Anstieg den Großteil der Führungsarbeit für seine Mannschaft übernahm und damit entscheidend dazu beitrug, dass Stüssi optimal für seine Attacke vorbereitet wurde.

Während Stüssi in der Gesamtwertung einen Sprung vom 13. auf den fünften Rang machte, musste Tobias Nolde einen Rückschlag hinnehmen. Der Deutsche fiel vom ersten auf den zehnten Gesamtrang zurück. Emanuel Zangerle behauptete hingegen mit Platz zwölf auf der Etappe das Grüne Trikot des besten Sprinters. In der Gesamtwertung liegt der Tiroler auf Rang acht. Neuer Spitzenreiter ist Cole Owen auf, der das Gelbe Trikot zurückeroberte.

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte eine nachträgliche Disqualifikation. Zwei Fahrer aus den Bahamas beziehungsweise Frankreich wurden aus der Rundfahrt ausgeschlossen, nachdem bekannt geworden war, dass sie sich auf der vierten Etappe über längere Zeit an ein Begleitfahrzeug gehängt hatten.