Beim GAK: Keine Punkte für die Austria

Im ersten Auswärtsspiel der Bundesliga-Saison setzt es für Lustenau die erste Niederlage.
Graz Im zweiten Spiel nach dem Aufstieg in die Bundesliga gibt es für Austria Lustenau nicht den ersten Sieg. Nach einer über Phasen schlechten ersten Halbzeit und einer zu harmlosen zweiten Hälfte müssen sich die Grün-Weißen dem GAK mit 1:2 geschlagen geben.
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Lustenaus Cheftrainer Markus Mader vertraute derselben Elf, die bereits im Auftaktspiel gegen die SV Ried einen Punkt geholt hatte. In Graz wirkte die Austria anders als noch vor einer Woche nicht von Minute eins weg konzentriert. Der GAK hingegen startete schwungvoll – und drückte Lustenau in den Anfangsminuten regelrecht hinten hinein. Bereits in der zweiten Spielminute verpasste Alexander Hofleitner nur knapp, in der nächsten Aktion fand ein Kopfball den Weg aufs Tor von Lustenaus Tormann Domenik Schierl. Auch in weiterer Folge wirkten die Gastgeber wie das engagiertere Team – und störten immer wieder entscheidend.
So brachte sich Lustenau beim Herausspielen selber in Bedrängnis, Danilo Soares verlor den Ball nach Zuspiel von Schierl und rettete dann selbst (17.). Eine Minute später fehlte die Rettung, aber erneut war ein Ballverlust die Ausgangssituation. Beim Herausspielen ließ Precious Benjamin zu weit prallen, der GAK konnte über links flanken, und in der Mitte köpfelte Donovan Pines zum 1:0 ein (18.).

Bis zur Trinkpause hatte zwar auch Lustenau zaghafte Versuche zu verzeichnen – ein Schuss von Lord Afrifa wurde abgeblockt (20.), einer von Seydou Diarra fiel zu zentral aus (24.) – in Summe blieb aber der GAK gefährlicher. Bei einem Konter über Alexander Hofleitner blieb Schierl lange stehen – die richtige Entscheidung, er wehrte mit den Beinen ab (31.).

Umso näher das Spiel der Pause kam, desto besser fand Lustenau ins Spiel. Das Passspiel der Grün-Weißen wurde sicherer, das Offensivspiel vertikaler. Sacha Delaye wurde so in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gut freigespielt, verfehlte aber klar, Dion Kacuri schoss Cican Stankovic aus der Distanz direkt in die Arme (45./+3).
Glücklicher Ausgleich, GAK dann eiskalt
Zur Pause wechselte Mader im Sturmzentrum, für Benjamin kam Antonio Verinac. Den Ausgleich erzielte aber einer, der schon am Platz war: Dion Kacuri. Der Mittelfeldspieler versuchte es erneut aus der Distanz, der Schuss war eigentlich gar nicht gefährlich – und reichte dennoch aus, dass Cican Stankovic sich den Ball selbst ins Tor platschen ließ. Österreichs zweimaligem Torhüter des Jahres war die fehlende Spielzeit der letzten Jahre da mehr als deutlich anzusehen (51.).

In der Folge passierte lange wenig. Erst nach einem Standard war der GAK wieder entscheidend zur Stelle. Hofleitner spielte seine 1,96 Meter Körpergröße bei einer Ecke voll aus, Matthias Maak machte es ihm beim 2:1 aber auch zu einfach (67.). Der Kapitän der Austria war allerdings bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit bei einem Luftduell mit einem Gegenspieler heftig zusammengestoßen.

In der Schlussphase brachte Mader noch einmal frische Kräfte, unter anderem Pius Grabher, der erneut nicht im Startaufgebot stand. Die Entscheidung hatte aber der eingewechselte GAKler Anthony Smits auf dem Fuß, er verzog auf’s lange Eck (81.). Auch bei einem Abschluss von Peter Michorl fehlte in Minute 90 gut ein Meter. Die Lustenauer Schlussoffensive hingegen geriet weit harmloser, es blieb beim 2:1 für den GAK.
In Summe steht bei Lustenau nach einem Remis zum Auftakt eine Niederlage im ersten Auswärtsspiel. Am kommenden Samstag (17.00 Uhr) empfängt die Austria den Wolfsberger AC.
Admiral Bundesliga, 2. Spieltag
Grazer AK 1902 – SC Austria Lustenau 2:1 (1:0)
Graz, Stadion Liebenau; 6.767 Zuschauer; SR Safak Barmaksiz
Torfolge: 18. 1:0 Donovan Pines, 51. 1:1 Dion Kacuri, 67. 2:1 Alexander Hofleitner
Gelbe Karten: 21. Michorl bzw. 88. Verinac, 90./+2 Chukwu
Grazer AK 1902 (3-4-1-2): Stankovic – Owusu, Pines, Vraa – Anderson (60. Gragger), Hermesh (88. Mandey), Michorl, Klassen – Lichtenberger (70. Koch) – Große (60. Smits), Hofleitner (85. Maderner)
SC Austria Lustenau (4-1-4-1): Schierl – Gmeiner, Maak, Pertlwieser, Soares – Kacuri – Weixelbraun (71. Gashi), Afrifa (71. Jastremski), Delaye (79. Grabher), Diarra (79. Chukwu) – Benjamin (46. Verinac)