Tag der Wahrheit: Werden die Horrorstrafen gegen Rätia Bludenz reduziert?

Sport / 11.08.2026 • 15:23 Uhr
Das Protestkomitee vom VFV tagt zur Causa Rätia Bludenz. PRIVAT
Das Protestkomitee des VFV tagt zur Causa Rätia Bludenz.privat

Am Mittwoch entscheidet die zweite Instanz über den Bludenzer Protest.

Bludenz Am Mittwoch kommt es für den FC Rätia Bludenz zum Tag der Wahrheit. Das Protestkomitee des Vorarlberger Fußballverbandes tagt und wird sich als zweite Instanz nochmals ausführlich mit der Causa rund um die Ausschreitungen beim Saisonfinale gegen den FC Schwarzach beschäftigen. Bludenz hatte fristgerecht Protest gegen die Urteile des Straf- und Meldeausschusses eingebracht und drängt nun auf eine Reduzierung bzw. Aufhebung der ausgesprochenen Strafen.

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Im Mittelpunkt stehen die massiven Sanktionen gegen den Verein und vier seiner Spieler. Rätia Bludenz wurde mit sechs Minuspunkten für die neue Saison 2026/27 belegt und muss zudem eine Ordnungsstrafe von 5000 Euro bezahlen. Besonders schwer wiegen die langen unbedingten Sperren. Mujo Isakovic und Hussein Nasso wurden für jeweils 39 Pflichtspiele gesperrt. Abbas Naso muss 30 Pflichtspiele aussetzen, Marek Linhart wurde mit einer Sperre von 24 Pflichtspielen belegt.

Am Mittwoch steht nun alles nochmals auf dem Prüfstand. Das Protestkomitee mit Vorsitzendem Wolfgang Schwarz sowie Hans-Peter Lorenz und Olivia Lerch muss den Fall aufgrund des Bludenzer Protests neu behandeln. Dabei stellt sich die entscheidende Frage, ob die Urteile der ersten Instanz vollständig bestätigt, reduziert oder in einzelnen Punkten sogar aufgehoben werden.

Die Videoaufnahmen vom Spiel sollen gemeinsam mit Funktionären und Spielern erneut angesehen und bewertet werden. Auch die unterschiedlichen Darstellungen der Geschehnisse und die Erkenntnisse aus dem bisherigen Verfahren fließen in die Beurteilung ein.

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Ausgangspunkt war das letzte Saisonspiel der 3. Landesklasse zwischen Meister Rätia Bludenz und dem FC Schwarzach. Die Partie wurde in der 79. Minute beim Stand von 2:1 für Schwarzach abgebrochen. Es ist zu massiven Tumulten und Handgreiflichkeiten gekommen, an denen Spieler, Funktionäre und Zuschauer beteiligt waren.

Im Juni kam es im Untersteinstadion leider zu einem Abbruch mit Folgen. privat
Im Juni kam es im Untersteinstadion leider zu einem Abbruch mit Folgen. privatthomas Knobel

Für den Klub steht deshalb am Mittwoch sportlich enorm viel auf dem Spiel. Der Klub startet als Meister der 3. Landesklasse und Aufsteiger in die 2. Landesklasse in die neue Saison. Sechs Minuspunkte bereits vor dem ersten Saisonspiel wären eine schwere Hypothek. Dazu kommen die vier Langzeitsperren und die finanzielle Belastung durch die 5000-Euro-Strafe. VN-TK