“Der Druck auf uns wird jetzt größer”

Vor dem Westgipfel zwischen Austria Lustenau und WSG Tirol ist die Ausgangslage glasklar.
Lustenau Wirft man einen Blick auf die aktuelle Tabelle der Admiral Bundesliga ist die Ausgangslage vor dem Duell zwischen Austria Lustenau und der WSG Tirol (Freitag, 19.30 Uhr) eindeutig. Die Grün-Weißen aus der Stickergemeinde halten nach vier Spielen bei sieben Zählern, rangieren auf dem fünften Tabellenplatz. Die Tiroler stehen mit einem Zähler aus drei Spielen, die WSG gastiert beim Nachholspiel der vierten Runde am nächsten Mittwoch bei Austria Wien, am Tabellenende.
Davon will man sich im Lager der Lustenauer aber keinesfalls täuschen lassen, wie Coach Markus Mader betont: “Wir wissen, welche Qualitäten die Tiroler haben. Das ist eine Mannschaft, die in den letzten Jahren immer wieder beweisen hat, dass sie zurecht in der Bundesliga spielt. Wer also glaubt, dass die drei Punkte von uns nur abzuholen sind, täuscht sich gewaltig”.

Zwar will der zweimalige Meistertrainer nicht verheimlichen, dass die Mannschaft nach den beiden letzten Spielen gegen den Wolfsberger AC und Sturm Graz vollgepumpt mit Selbstvertrauen ist, “doch immer schön die Kirche im Dorf lassen. Wir befinden sich glücklicherweise in einer Phase, in der vieles für uns läuft. Aber auf der anderen Seite haben wir uns das in den Trainings hart erarbeitet. Daher ist unser Ziel natürlich den Sieg einzufahren und weiter Punkte sammeln. Aber Fakt ist: Durch unsere Leistungen ist die Erwartungshaltung an uns sprich der Druck auch größer geworden”.
Von Null auf Hundert

Einer, der ebenfalls aktuell mit breiter Brust aufläuft, ist Neuzugang Niklas Pertlwieser. Der 22-Jährige hat sich innerhalb kürzester Zeit seit seiner Ankunft im Sommer in Lustenau zum Stammspieler bei der Austria gemausert. Die Entscheidung, den robust agierenden Kärntner in die Startelf zu hieven, traf Coach Mader nach langen Überlegungen kurz vor dem ersten Saisonspiel gegen die SV Ried: “Niklas hat sich von der ersten Minute bei uns großartig präsentiert und wir haben uns damals entschieden, ihm die Chance zu geben. Bislang hat er sie mit seinen Leistungen auch genutzt”.
Der Innenverteidiger, der aus Amstetten an den Rhein wechselte, sieht sich in dem Schritt nach Lustenau bestätigt, “wobei ich nicht damit rechnete, so schnell zu so vielen Einsatzminuten zu kommen. Klar, will man immer von Start weg spielen, wobei ich mir selbst dabei keinen Druck gemacht habe. Jetzt versuche ich in jedem Spiel, das in mich gesetzte Vertrauen an Mannschaft und Trainerteam zurückzugeben”, so Pertlwieser. Dass es derzeit so gut läuft, ist für den Neuzugang ein Indiz dafür, “dass wir alle an einem Strang ziehen.”.
Bundesligadebut für Böhm

Gegen die WSG soll er wieder für eine starke Defensive sorgen, wobei er mit Phillip Böhm (24) einen “neuen” Tormann hinter sich hat. Einser-Goalie Domenik Schierl wurde ach seiner angedeuteten Kopf-Attacke im Match bei Sturm Graz für zwei Spiele gesperrt, der Deutsche wird ihn den Worten des rainer zufolge, “sicher sehr gut ersetzen. Weil wir uns diesbezüglich überhaupt keinen Kopf machen. Phillip hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er bereit ist”.
Seit seiner Ankunft im Sommer 2025 in Lustenau kam Böhm erst auf insgesamt drei Pflichtspiele, alle im ÖFB-Cup. Somit kommt der 24-Jährige gegen die WSG aus Tirol auf seine Ligapremiere, die gleichzeitig auch sein Debüt auf höchsten österreichischen Niveau darstellt.