„Am Ende waren es Kleinigkeiten“

Bregenz Handball mit 32:34-Heimniederlage zum Saisonstart gegen Vizemeister Fivers.
Bregenz Mit einer knappen Heimniederlage ist Bregenz Handball in die neue Saison der HLA-Meisterliga gestartet. Zum Einstand von Neo-Cheftrainer Julian Rauch unterlagen die neuformierten Festspielstädter Vizemeister Fivers Margareten mit 32:34 (15:16). Lange Zeit bewegte sich das Duell auf Augenhöhe, ehe sich die Wiener in der Schlussphase entscheidend absetzen konnten.


Der Auftakt verlief aus Sicht der Gastgeber zunächst holprig. Nach dem Kaltstart lag man rasch mit 1:5 (5.) zurück. Mit zunehmender Spieldauer legte Bregenz die Nervosität allerdings ab und fand besser in die Partie. Kreisläufer Jon Gislason sorgte mit seinem ersten Treffer für seinen neuen Klub in der 14. Minute beim 7:6 erstmals für eine Bregenzer Führung. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Zur Pause lag der Vizemeister knapp mit 16:15 voran.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng. Bregenz hielt dagegen, glich durch die starke Defensive immer wieder aus und ließ die Fivers nicht davonziehen. Nach dem 20:20 (37.) kippte die Partie allerdings erstmals deutlicher zugunsten der Gäste. Die Wiener agierten kompakt und nutzten eine starke Phase, um sich bis auf 24:21 (46.) abzusetzen. Wenig später stand es bereits 29:25 (52.) für Margareten.

Bregenz gab sich jedoch nicht geschlagen und startete in der Schlussphase noch einmal eine Aufholjagd. Für die Wende reichte es trotz des couragierten Endspurts nicht mehr. Die Fivers brachten ihren Vorsprung über die Zeit und entführten mit dem 34:32 erstmals seit dem 1. Oktober 2022 beide Punkte aus der Handballarena Rieden.

Für Rauch überwogen trotz der Niederlage die positiven Ansätze. „Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben“, analysierte der 38-Jährige nach seiner Premiere. Vor allem das Abwehr- und Rückzugsverhalten habe phasenweise bereits seinen Vorstellungen entsprochen. Nun gelte es, an den Details zu arbeiten und mehr Stabilität zu entwickeln.

Auch die Neuzugänge hinterließen einen guten Eindruck. Bragi Astthorsson kam auf sechs Treffer, Jon Gislason steuerte vier Tore bei. Philipp Wäger stabilisierte die Defensive im Laufe der Partie und brachte seine Erfahrung ein. Im Tor überzeugte Berin Brkic, während Topscorer Mindaugas Dumcius mit neun Treffern und die Youngsters Max Bergmayer (4) sowie Lukas Ulmer (2) wichtige Akzente setzten.
„Ich denke, in Summe sind wir auf einem guten Weg“, sagte Rauch. Jetzt gehe es darum, die notwendige Stabilität zu finden, „damit wir uns auch für eine adäquate Leistung belohnen“.