Letzter Akt im Fußball-Eklat: Eine Sperre reduziert, drei bestätigt

Sport / 09.09.2026 • 10:02 Uhr
Eine Sperre von Bludenz Spieler wurde reduziert, drei Sperren wurden bestätigt. APA/Seeger
Eine Sperre von Bludenz Spieler wurde reduziert, drei Sperren wurden bestätigt. APA/Seeger thomas Knobel

Nach monatelanger Causa gibt es nur bei einer Strafe eine deutliche Entlastung.

Bludenz Der letzte Akt im Protestverfahren rund um den FC Rätia Bludenz ist abgeschlossen. Das Protestkomitee des Vorarlberger Fußballverbandes hat ein letztes Mal getagt und über die noch offenen Langzeitsperren nach dem umstrittenen Saisonfinale gegen Schwarzach entschieden. Das Ergebnis fällt unterschiedlich aus: Eine Sperre wurde reduziert, drei weitere wurden bestätigt.

“Nur” 30 Spiele statt 39 gesperrt

Hussein Nasso darf “aufatmen”. Seine ursprünglich ausgesprochene unbedingte Sperre von 39 Pflichtspielen wurde auf 30 Spiele reduziert. Damit werden ihm neun Partien erlassen. Für den Rätia-Spieler ist das eine deutliche Erleichterung, auch wenn weiterhin eine lange Zwangspause bleibt.

Das Untersteinstadion Bludenz. Fotos: Privat/3

Bei Mujo Isakovic, Abbas Naso und Marek Linhart blieb das Protestkomitee hingegen bei den ursprünglichen Urteilen. Die Sperre von Isakovic mit 39 unbedingten Pflichtspielen wurde bestätigt. Ebenfalls unverändert bleibt die Sanktion gegen Abbas Naso mit 30 Pflichtspielen. Marek Linhart muss weiterhin 24 Pflichtspiele unbedingt aussetzen.

Damit hat der Protest des FC Rätia Bludenz zumindest teilweise Wirkung gezeigt. Bereits zuvor war der ursprünglich verhängte Abzug von sechs Punkten für die neue Saison auf drei Minuspunkte reduziert worden. Die Ordnungsstrafe von 5000 Euro wegen des Versagens des Ordnerdienstes blieb ebenfalls bestehen. Nun wurde auch bei den persönlichen Sanktionen nur in einem Fall nachgebessert.

Das Untersteinstadion Bludenz. Fotos: Privat/3

Für Rätia Bludenz ergibt sich damit weiterhin eine schwierige sportliche Lage. Vier Spieler waren ursprünglich mit insgesamt 132 Pflichtspielen an unbedingten Sperren belegt worden. Nach der Reduzierung bei Hussein Nasso sind es nun insgesamt 123 Pflichtspiele.

Das Untersteinstadion Bludenz. Fotos: Privat/3

Der Verein muss sich nun mit der Frage beschäftigen, ob das Verfahren tatsächlich beendet ist. Eine weitere Berufungsmöglichkeit besteht grundsätzlich noch beim Rechtsmittelsenat des Österreichischen Fußballbundes. Dort könnte Rätia gegen die vom Protestkomitee bestätigten beziehungsweise noch bestehenden Urteile vorgehen. Ob der Klub diesen letzten möglichen Rechtsweg beschreiten wird, ist derzeit allerdings noch offen. Mit einem Sieg und drei Niederlagen ist 2. Landesklasse Aufsteiger Rätia Bludenz nicht nach Wunsch in die Saison gestartet. VN-TK