Über 200 Polizisten für Ländle-Derby bereit

Sport / 17.09.2026 • 15:00 Uhr
Über 200 Polizisten für Ländle-Derby bereit
Die Sicherheitskräfte sind für das große Ländle-Derby am Samstag gerüstet. VN/Steurer

Das erste Bundesliga-Derby zwischen Austria Lustenau und dem SCR Altach seit 2024 sorgt für eine “besondere Überwachung”.

Lustenau Am siebten Spieltag der Bundesliga wird Lustenau zum Schauplatz des ersten Ländle-Derbys (Samstag, 17 Uhr) seit mehr als zwei Jahren. Das große Zuschauerinteresse bringt auch besondere Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden mit sich. Die Polizei hat für die Begegnung eine “besondere Überwachung” angeordnet und eine polizeiliche Risikoanalyse durchgeführt. In diese fließen unter anderem die Erfahrungen aus den Saisonen 2022/23 und 2023/24 ein.

Laut VN-Informationen werden mehr als 200 Polizisten vor Ort sein, die in über 50 Bussen anrücken werden. Eine konkrete Zahl der eingesetzten Polizeikräfte bestätigt die Exekutive offiziell nicht. “Der Kräfteeinsatz richtet sich bei Fußballspielen allgemein nach der jeweiligen Lageeinschätzung und wird entsprechend dimensioniert”, heißt es seitens des Bezirkspolizeikommandos Dornbirn.

Altacher Fans direkt zum Auswärtssektor

Besonderes Augenmerk wird auf die An- und Abreise der Altacher Anhänger gelegt. Laut VN-Informationen werden die rund 500 angemeldeten SCR-Fans mit Bussen direkt zum Auswärtssektor der Sun Minimeal Arena gebracht. Nach Spielende sollen sie von dort wieder geschlossen mit den Bussen zurück nach Altach fahren. Damit soll verhindert werden, dass die beiden Fanlager rund um das Stadion oder auf den Zu- und Abfahrtswegen aufeinandertreffen.

Über 200 Polizisten für Ländle-Derby bereit
Beim letzten Derby in der Bundesliga im Jahr 2024 kam es auf den Rängen zu Auseinandersetzungen zwischen Lustenauer und Altacher Fans. VN/Steurer

Auch der angemeldete Fanmarsch der Austria-Anhänger wird in die Sicherheitsplanung einbezogen. Konkrete Angaben zu den Maßnahmen rund um Fanmarsch, Anreise oder möglichen Trennungen der Fangruppen macht die Polizei aus einsatztaktischen Gründen nicht. Die frühzeitige Abstimmung mit den Vereinen, der Sicherheitsbehörde und Vertretern der Fanszenen habe sich laut Exekutive bewährt und werde fortgeführt.

Erfahrungen aus vergangenen Derbys

Fragen zu möglichen Verstärkungen aus anderen Bundesländern, zur Überwachung der Fans im Stadion oder zu Maßnahmen an der Grenze beantwortet die Exekutive nicht näher. Bei Großveranstaltungen dieser Größenordnung komme es grundsätzlich zu einer bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit.

Damit wird das erste Bundesliga-Derby seit 2024 auch für die Sicherheitsbehörden zum Großeinsatz. Bei einer ausverkauften Sun Minimeal Arena soll vor allem verhindert werden, dass die beiden Fanlager aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt steht ein sicherer und geordneter Ablauf des Derbys.