HC Hard weiter ohne Sieg

Rote Teufel vom Bodensee scheiden trotz starker Aufholjagd aus dem EHF European Cup aus.
Hard Der ALPLA HC Hard hat den Einzug in die nächste Runde des EHF European Cup verpasst. Die Roten Teufel unterlagen RK Dubočica 54 im Rückspiel vor eigenem Publikum mit 32:34 (13:19) und schieden nach dem 33:34 im Hinspiel mit insgesamt drei Toren Differenz aus. Damit wartet Hard in der noch jungen Saison 2026/27 weiter auf den ersten Sieg – sowohl national als auch international.
Dabei sah es in der Sporthalle am See lange nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus. Hard erwischte einen denkbar schlechten Start. Erst in der achten Minute erzielte Dejan Babic den ersten Harder Treffer vom Kreis. Kurz darauf musste Mathias Sonne Domino verletzt vom Feld, Marc-André Haunold feierte nach fast zweimonatiger Pause sein Comeback.

Die Fehlerquote blieb allerdings hoch. Dubočica nutzte technische Fehler und Lücken in der Harder Abwehr konsequent aus und zog auf 2:8 davon. Auch nach der ersten Auszeit von Trainer Spyros Balomenos fanden die Gastgeber nur langsam ins Spiel. Lukas Fritsch und Berkant Cirit sorgten für mehr Gefahr im Angriff, doch die Serben behaupteten ihren Vorsprung. Beim 6:14 in der 21. Minute drohte Hard endgültig den Anschluss zu verlieren.
Dann folgte ein erstes Lebenszeichen der Roten Teufel. Nico Sager verwandelte zwei Siebenmeter, dazu trafen Babic und Matthias Hild – Hard verkürzte mit einem 4:0-Lauf. Bis zur Pause fing sich Dubočica allerdings wieder und nahm eine 19:13-Führung mit in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Die Harder Abwehr stand kompakter, dafür fanden die Außenspieler der Gäste immer wieder den Weg zum Tor. Im Angriff übernahm vor allem Fritsch Verantwortung. Mit seiner Torgefahr band er mehrere Gegenspieler und schuf dadurch auch Räume für seine Nebenmänner. Sager blieb zudem vom Siebenmeterstrich souverän.

Nach einer weiteren Auszeit von Balomenos kippte die Partie. Hard verteidigte aggressiver, provozierte Fehler und arbeitete sich Tor um Tor heran. Als der erst 19-jährige Leandro Kocar im Tor eine wichtige Parade zeigte und Ante Tokic auf 25:28 verkürzte, war die Teufelsarena wieder voll da. Fritsch legte zum 26:28 nach, wenig später sorgte Matthias Hild für den umjubelten 29:29-Ausgleich. Zwei Minuten vor Schluss stand es 31:31.
Doch die Wende blieb aus. Dubočica behielt in der entscheidenden Phase die Nerven und zog mit zwei Treffern auf 33:31 davon. Fritsch verkürzte mit seinem zehnten Tor nochmals, ehe die Serben den Schlusspunkt zum 34:32 setzten.

“Natürlich sind wir enttäuscht, sauer und alles, es ist schon wieder eine Niederlage”, brachte Dejan Babic die Stimmung auf den Punkt. Auch Fritsch hatte bereits nach dem verpatzten Meisterschaftsstart gefordert: “Wir müssen dennoch positiv nach vorne blicken.”
Damit ist das Europacup-Abenteuer für Hard beendet. Nach den beiden knappen Niederlagen gegen Dubočica steht für die Roten Teufel zudem ein ernüchternder Saisonstart zu Buche: Auch nach vier Pflichtspielen wartet die Mannschaft von Spyros Balomenos national wie international auf den ersten Sieg.