Gegen den Meister soll der Knoten platzen

Nach vier Niederlagen will der Alpla HC Hard gegen Vöslau erstmals anschreiben.
Hard Vier Spiele, vier Niederlagen: Für den Alpla HC Hard ist der Saisonstart bislang eine Geduldsprobe. In der HLA-Meisterliga unterlagen die Roten Teufel zunächst mit 33:36 bei Bruck/Trofaiach und anschließend zu Hause mit 26:28 gegen Ferlach. Auch im EHF European Cup blieb der erste Erfolg aus – einem 33:34 in Serbien folgte ein 32:34 im Heimspiel gegen den RK Dubocica 54. Am Mittwoch soll nun der Turnaround gelingen. Um 19 Uhr empfängt man den amtierenden Meister Vöslau in der “Teufelsarena” und will im fünften Anlauf erstmals in dieser Saison anschreiben.

Die Voraussetzungen sind allerdings alles andere als einfach. “Alle guten Dinge sind drei” lautet das Motto mit Blick auf das dritte Ligaspiel, in dem nun die ersten Punkte her sollen. Dass es bislang noch nicht gereicht hat, liegt nicht an fehlendem Einsatz. Der Wille sei vorhanden, das Potenzial der Mannschaft immer wieder sichtbar. Auch das Teamgefüge stimme. Was fehlt, ist der zählbare Erfolg – und damit jenes Ergebnis, das dem selbst gesetzten Anspruch der Roten Teufel entsprechen würde.
Verletztenliste hat sich vergrößert
Ausgerechnet gegen den Titelverteidiger soll nun die Wende gelingen. Vöslau reist als frischgebackener Supercup-Sieger an den Bodensee. Für Hard bedeutet das eine hohe Hürde, zumal die Partie in eine englische Woche fällt und vier Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Dennoch wollen die Gastgeber die Herausforderung annehmen und die Punkte in der Teufelsarena behalten. Eine wichtige Rolle könnte dabei einmal mehr der Heimvorteil spielen. Gerade in einer schwierigen Phase kann die Unterstützung von den Rängen zusätzliche Energie freisetzen.

Die Personalsituation bleibt angespannt. Neben Spielmacher Jens Svane Peschardt, der sich einer Blinddarmoperation unterziehen musste, und Torhüter Lukas Gurskis, der wegen einer Knieverletzung fehlt, fallen auch Mathias Sonne Domino und Lennio Sgonc aus. Der dänische Neuzugang Domino zog sich im Europacup-Heimspiel bei einem Wurf eine Fersenbeinprellung zu. Sgonc muss wegen anhaltender Schulterschmerzen pausieren.

Spielmacher Marc-André Haunold, der am vergangenen Wochenende nach einer Verletzungspause sein Comeback feierte, weiß um die Bedeutung der Partie: “Für uns ist das Spiel, obwohl die Saison erst jung ist, schon mit viel Druck verbunden. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft endlich wieder helfen kann. Wir werden 60 Minuten alles investieren müssen, damit am Ende ein Sieg für uns rausschaut. Nur das kann unser Ziel sein!”