Nächster Rückschlag für Pioneers

Feldkirch gleicht 0:3 aus, steht am Ende in Linz aber mit leeren Händen da

Schwarzach Viertes Spiel, vierte Niederlage: Die Pioneers Vorarlberg bleiben am Tabellenende der ICE Hockey League. Nach dem 3:5 bei den Black Wings Linz legten die Feldkircher denselben Fehlstart hin wie im Vorjahr, als der erste Punktgewinn erst am fünften Spieltag glückte. Am Sonntag (17 Uhr) empfangen die Montfortstädter Fehervar in der Vorarlberghalle. Dort steht die Ojanen-Truppe bereits unter Zugzwang, will sie den schwächsten Saisonstart der Klubgeschichte abwenden.
Verpatzter Auftakt
Wie schon am Mittwoch gegen Mailand fanden die Feldkircher im Startdrittel überhaupt keinen Zugriff auf die Partie. Die Linzer nutzten die defensiven Schwächen der Gäste eiskalt aus. Bereits nach 40 Sekunden hebelte ein weiter Pass die gesamte PIV-Hintermannschaft aus, und Brady Shaw ließ Alex Caffi im Eins-gegen-Eins keine Abwehrchance. In der neunten Minute schnürte Shaw mit einem abgefälschten Schuss seinen Doppelpack.
Sinnbildlich für die Verunsicherung der Gäste verlief die 13. Minute. Einen harmlosen Querpass von Emilio Romig bugsierte Ville Immonen unglücklich ins eigene Tor. Einzig Caffi und die Linzer Nachlässigkeit im Abschluss verhinderten schon vor der ersten Pause ein drohendes Debakel.

Hebel umgelegt
In der Kabine fand Headcoach Marko Ojanen jedoch erneut die richtigen Worte, denn im Mittelabschnitt wirkten die Montfortstädter wie ausgewechselt. Den Startschuss gab Noah Serdachny, der in der 26. Minute nach Zuspiel von Kapitän Guus van Nes auf 1:3 verkürzte. Kurz danach bediente van Nes Blake Murray, der die Scheibe sehenswert ins lange Kreuzeck zimmerte (29.). Keine 60 Sekunden später jubelten die Gäste schon wieder. Immonen überraschte Linz-Goalie Martin Reder mit einem Schuss durch die Schoner und stellte auf 3:3 (30.). Binnen vier Minuten hatten die Feldkircher das Match ausgeglichen und drängten vor der zweiten Pause im Powerplay sogar auf die Führung. Doch die größte Schwachstelle der Feldkircher schlug erneut gnadenlos zu: Statt die Scheibe im Linzer Tor unterzubringen, vertändelten die Gäste den Puck an der blauen Linie. Graham Knott zog davon und überwand Caffi mit einem eiskalten Shorthander zum 3:4 (38.).

Keine Energie mehr im Tank
Der Nackenschlag in Überzahl raubte den Pioneers die Energie für das Schlussdrittel. Die Linzer kontrollierten das Geschehen, bissen sich jedoch an Caffi, der in der 48. Minute spektakulär gegen Knott rettete und am starken Feldkircher Penalty Killing die Zähne aus. 90 Sekunden vor Schluss riskierte Ojanen alles und nahm seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch Sekunden vor der Schlusssirene machte Shaw mit seinem dritten Treffer ins leere Tor zum 3:5 alles klar. „Wir müssen Ruhe bewahren. Wir stehen mit dieser jungen Mannschaft erst am Anfang der Entwicklung. Das zweite Drittel zeigte unser Potenzial. Am Ende fehlte uns schlicht die Energie, um noch einmal zurückzuschlagen“, sagte PIV-Trainer Ojanen nach dem Match. ABR