Auf WM-Lichtblick folgten Favoritensiege

Ländle-Asse für die WM gerüstet – Quintett mit Titel-Doppelpack.
Koblach Die Frohbotschaft kam unter der Woche, die Generalprobe ging in Koblach über die Bühne: Nach der kurzfristigen Absage der geplanten Hallenrad-WM in Derby (GBR) herrscht nun wieder Vorfreude auf den Saisonhöhepunkt. Rund zwei Wochen nach der Hiobsbotschaft, dass die Titelkämpfe in Großbritannien nicht wie vorgesehen stattfinden können, steht der neue Austragungsort fest. Ludwigsburg bei Stuttgart springt ein und wird vom 30. Oktober bis 1. November Gastgeber der UCI-Titelkämpfe im Radball und Kunstradfahren sein.

Bei den nationalen Titelkämpfen in Koblach gaben die Favoriten im Radball der Eliteklasse erwartungsgemäß den Takt vor. Patrick Schnetzer und Markus Bröll holten sich ohne Punktverlust die nationale Krone. Für Schnetzer war es bereits der 13. Meistertitel seiner Karriere, sein sieben Jahre älterer Teamkollege durfte sich über den siebten Triumph freuen. Die Dominanz des RV-Dornbirn-Duos lässt sich an den Zahlen ablesen: In allen 18 Partien der ÖM-Qualifikation blieben Schnetzer/Bröll ohne Punktverlust und erzielten dabei ein beeindruckendes Torverhältnis von 165:28.

Silber ging ebenfalls an ein Dornbirner Duo. Pascal Fontain und Patrick Köck werden bei der Weltmeisterschaft als Ersatzteam dabei sein. Bronze sicherten sich Philipp und Maximilian Schwendinger (Sulz).
Auch im Nachwuchs ging es um österreichische Meistertitel. Bei den Junioren setzten sich Alexander Birkel und Mathias Maierhofer (Dornbirn) durch, in der Jugend triumphierten ihre Klubkollegen Dominik Schwarzmann und Tobias Niederer, und bei den Schülern ging Gold an Paul Schlenker und Jakob Kaschka (Höchst).

WM-Zweiradartisten gerüstet
Auch die Zweiradartisten kämpften in Koblach um Titel und Medaillen. Im Einer der Frauen setzte sich WM-Starterin Franziska Belmega (Sulz) mit 126,48 Punkten vor Michelle Andrich (Hohenems, 120,47) und ihrer Vereinskollegin Svenja Bachmann (119,49) durch. Bei den Männern entschied Marcel Schnetzer das Duell der beiden WM-Starter gegen seinen Vereinskollegen Christopher Schobel mit 153,59 Punkten und 4,6 Zählern Vorsprung für sich.
Bei den Juniorinnen triumphierte Magdalena Grafenauer (Meiningen) vor Rebecca Habelsberger (Mochenwangen), Bronze ging an Sophie Kühne aus Meiningen.

Im Zweier gab es in der Eliteklasse mangels Konkurrenz einen Sieg im Alleingang für Marcel Schnetzer und Franziska Belmega. Auch bei den U19 gab es mit Sophia Kühne und Magdalena Grafenauer ein siegreiches Duo ohne Konkurrenz. Dasselbe gilt im Vierer für das Quartett Lina und Emilian Fritsch, Lily Wagner und Emma Toplak von der RG Röthis/Gisingen.


In der Schülerklasse (U15) sicherte sich Lily Wagner (Röthis) im Einer der Mädchen den Titel vor Giola Tropiano (Sulz) und Emily Holl (Meiningen). Bei den U15-Burschen setzte sich Emil Güfel (Meiningen) vor seinem Klubkollegen Theo Kühne und Noah Brückner (Röthis) durch. Gemeinsam waren Güfel und Kühne anschließend auch im Zweier erfolgreich.

Quintett mit Doppelpack
Besonders erfolgreich verliefen die Meisterschaften für fünf Athlet:innen, die gleich in zwei Disziplinen Gold holten. Franziska Belmega, Marcel Schnetzer, Magdalena Grafenauer, Lily Wagner und Emil Güfel durften sich über einen vergoldeten Doppelpack freuen.

Die Radsport-Austria-Titelkämpfe in Koblach lieferten damit eine gelungene Generalprobe für die internationale Bühne. Für die heimischen Asse richtet sich der Blick nun endgültig nach Ludwigsburg. Ende des Monats darf sich das komplett aus Vorarlberger Aktiven bestehende rot-weiß-rote Aufgebot berechtigte Hoffnungen auf eine Fortsetzung der stolze Bilanz von über 150 WM-Medaillen machen.