Besser geht’s im Vorarlberger Amateurfußball nicht

Die zwei stärksten Amateurteams des Landes im direkten Duell.
Hohenems Das ist das Spiel, auf das man im Vorarlberger Amateurfußball gewartet hat. Am Samstag um 16 Uhr steigt im Stadion Herrenried das Stadtderby zwischen dem VfB Hohenems und dem FC Dornbirn – und mehr Klasse ist auf dieser Ebene nicht möglich. Tabellenführer gegen Fünften, sechs Siege in Serie gegen einen Gegner, der zuletzt zweimal verloren hat, dazu zwei Kader mit enorm viel höherklassiger Erfahrung. Es ist ein Derby, das sportlich weit mehr verspricht als nur drei Punkte.
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Hohenems führt die Regionalliga West nach zehn Runden mit 27 Punkten souverän an. Neun Siege stehen nur einer Niederlage gegenüber, das Torverhältnis beträgt 27:9. Dornbirn liegt mit 20 Zählern auf Rang fünf. Gerade deshalb ist die Partie für die Gäste von besonderer Bedeutung: Viel mehr Boden darf die Mannschaft im Rennen um die vorderen Plätze nicht verlieren.

Für zusätzlichen Reiz sorgt die Qualität auf dem Platz. Beim VfB haben Eres, Tiefenbach, Valdir, Nagler und Ünal bereits in höheren Ligen gespielt. Noch größer ist die Liste beim FC Dornbirn: Resch, Brzaj, Makovec, Prirsch, Kovacs, Crescenti, Herbaly, Karaaslan und Netzer bringen ebenfalls Erfahrung aus dem Profifußball oder höheren Spielklassen mit. Beinahe die Hälfte des Dornbirner Kaders kennt also bereits das Niveau oberhalb der Regionalliga.

Hohenems kann dagegen vor allem mit der Breite seines Kaders punkten. Auf der Ersatzbank sitzen mehrere starke Spieler, die jederzeit auch in der Startelf stehen könnten.
Genau darin sieht VfB-Trainer Werner Grabherr einen wichtigen Faktor: “Die aktuelle Form spricht für uns. Der Druck liegt beim Gegner, die können es sich nicht mehr leisten, den Platz als Verlierer zu verlassen. Unser kleines Erfolgsgeheimnis ist der größere Kader.”

Die Voraussetzungen für ein hochklassiges Stadtderby sind damit angerichtet. Hohenems geht mit sechs Siegen in Folge und dem Selbstvertrauen des Tabellenführers ins Spiel. Dornbirn bringt reichlich individuelle Qualität mit und weiß gleichzeitig, dass nach zwei Niederlagen eine Reaktion gefragt ist. Dazu kommt eine Derbyserie, die klar für die Gäste spricht.
Das Spiel gibt es am Samstag im VOL.AT-Livestream zu sehen – moderiert wird die Übertragung von Alexander Moosbrugger. VN-TK