Auswärts alles anders

Sport / 10.10.2026 • 20:19 Uhr
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Zum Kopfzerbrechen: Die Bregenzer Auswärtsschwäche bestätigte sich in Wels. GEPA

Bregenz punktet in Wels wieder nicht. “Wir hatten das Spiel unter Kontrolle”, haderte Brenner.

Wels Es war bezeichnend, dass bei einem 0:1-Rückstand in den Schlussminuten nicht SW Bregenz auf den Ausgleich drückte, sondern der FC Hertha Wels sich im gegnerischen Drittel einnistete. Was man von außen sehen konnte, bestätigte Bregenz-Trainer Martin Brenner im Anschluss: “Nach dem Gegentor haben wir den Glauben verloren.” Der letztendlich entscheidende Treffer fiel in Minute 60, Oliver Kregar schlenzte den Ball aus der Drehung ins lange Eck (60.). In der gesamten Aktion sah die Bregenzer Hintermannschaft nicht wirklich gut aus, Wels hatte aber auch das nötige Glück. Denn abgesehen vom Siegtor kam auch von den Gastgebern nicht wirklich viel.

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Mit der ersten Halbzeit sei er nicht ganz zufrieden, sagte Brenner. “Sie sind tief gestanden, wir waren zu statisch, hatten zu wenige Läufe in den Rücken des Gegners.” Dementsprechend highlightarm fiel die Partie aus, und dementsprechend zäh war insbesondere Hälfte eins. Wels hätte zwar durch Isa Drammeh in Führung gehen können, der Stürmer schupfte eine Hereingabe aus kurzer Distanz aber über das Tor (20.). Schon zuvor hätte jedoch Bregenz treffen müssen – eine wunderbare Flanke hinter die Abwehr von Daigo Araki brachte Atsushi Zaizen freistehend nur auf den Tormann (11.). “Wenn du da das Tor schießt, schaut das Spiel komplett anders aus”, wusste Brenner. So schaute es brav aus, aber nicht packend, weil es weitgehend ungefährlich war. Was noch dazukam, so Brenner: “Genau in unserer besten Phase kriegen wir das Tor. Wir hatten das Spiel in der zweiten Halbzeit komplett unter Kontrolle.”

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Die Bregenzer Offensive um Anteo Fetahu blieb in Wels recht blass. GEPA

Was nach dem Spiel beim Tabellennachzügler – Wels hatte zuvor alle Heimspiele verloren – bleibt, ist die Diskrepanz zwischen den Bregenzer Auftritten daheim und jenen in der Ferne. Zehn Tore in drei Spiele stehen zuhause am Bodensee zu Buche, ein einziges in fünf Partien auswärts. “Bei den Auswärtsspielen fehlt uns die Effektivität, der Heimvorteil ist in der Liga riesengroß”, sagte Brenner. Was er auch anmerkte: “Wenn man auswärts nicht 15 bis 20 Punkte schafft, dann hat man keine Chance, oben mitzuspielen.” Bregenz steht bislang bei einem – und zementiert sich der Logik folgend vorerst in der unteren Tabellenhälfte ein.