Es war nicht so ein Tag

Sport / 18.10.2026 • 18:58 Uhr
Es war nicht so ein Tag
Kein Jubel – aber auch kein Beinbruch. Altach nahm erwartungsgemäß nichts aus der EM-Arena mit. APA

Trainer Zarić sah gegen Salzburg okaye Phasen – der frühe Rückstand ärgerte ihn aber.

Kleßheim Wenn es gegen nominell bessere Gegner geht, sagt Altachs Trainer Ognjen Zarić gerne einen Satz: “Wir müssen einen unglaublich guten Tag erwischen und hoffen, dass sie keinen soliden Tag haben.” Auch nach dem Spiel beim FC Red Bull Salzburg sagte ihn Zarić wieder. Das war keine reine Phrase, sondern am Platz deutlich zu erkennen. Altach tat das eine nicht, Salzburg das andere nicht – das Resultat war eine 0:3-Niederlage. “Über 90 Minuten ist der Sieg von ihnen komplett verdient”, sagte Zarić. “Salzburg war einfach sehr, sehr stabil.”

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Dass gerade einmal sechs Minuten gespielt waren, als man in Rückstand geriet, tat dem Altacher Spielfilm nicht gut. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte schaltete Salzburg schnell, wurde nicht gestört – schlussendlich landete eine Außenristflanke maßgenau bei Ex-Lustenau-Torjäger Haris Tabaković, der den Ball über die Linie drückte. “Er weiß, wo das Tor steht. Er ist ein unglaublicher Stürmer für diese Liga, für jeden Fan – für den gegnerischen Trainer nicht”, sagte der gegnerische Trainer in Salzburg. Der auch anmerkte, dass man den Gegentreffer vermeiden hätte können. “Ich bin nicht sauer, weil wir in Rückstand geraten – sondern wegen der Art und Weise. Das habe ich in der Halbzeit klipp und klar gesagt”, so Zarić.

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Stand, wo er stehen muss: Tabaković traf früh zur Salzburger Führung. GEPA

Natürlich müsse man einkalkulieren, dass man in Rückstand geraten könne, meinte Rodney Elongo-Yombo, der neben Ousmane Diawara im Angriff startete. Wichtig sei, dass man danach weitermache. Das tat Altach, hängen ließen sich die Rheindörfler nicht. “Sie sind hoch gestanden, wir haben Räume gehabt, haben versucht, die zu bespielen. Wir waren zu unsauber”, sagte Benjamin Böckle. Am Ende habe die Durchschlagskraft gefehlt. Die hatte Salzburg. Doch Tormann Dejan Stojanović hielt Altach mit starken Paraden aus kurzer Distanz gegen Dominik Schmid (27.) und Kevin Boma (34.) im Spiel. “Er hat einen super Job gemacht”, lobte Elongo-Yombo.

Direkter Dynamikwechsel

Die Phase nach Wiederanpfiff gehörte Altach, aber gefährlich wurden die Gäste lange nicht. Man müsse die Konter besser ausspielen, wusste Elongo-Yombo. “Sie haben ordentlich verteidigt, wir haben keine klaren Chancen gehabt. Aber wir wissen alle, wie es ist, wenn du lange das 1:0 hältst”, so Zarić. Bis zur 74. Minute habe man das Spiel offen gehalten. Dann bekamen die “Bullen” einen Freistoß, und der auffällige Jesper Lindstrøm verwandelte direkt. “Damit ändert sich die Dynamik”, so Zarić.

In der Schlussphase gab Zarić bewusst seinen Ersatzspielern Einsatzminuten. Man wolle in der Breite besser werden. Einer der eingewechselten, Srjan Hrstić, hatte in Minute 82 eine Topchance. “Die musst du eigentlich machen”, so Zarić. Auch Ousmane Diawara kam zweimal zum Abschluss, musste aber – nachdem er einen Schlag aufs Knie bekommen hatte – in der Schlussphase raus. “Er hat Schmerzen gehabt, dann kommt das Kopfkino dazu, die Angst ums Knie. Der Doc hat drüberschaut, es sollte alles passen”, wagte Zarić eine erste Entwarnung.

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Ousmane Diawara musste in der Schlussphase angeschlagen raus. Am Montag wird das Knie gecheckt. GEPA

Spielerisch war die Partie mit dem 3:0 durch Damir Redzic in Minute 90 vorbei. “Wir können nicht zufrieden sein. Aber wenn man den Auftritt sachlich analysiert, gibt es viele Phasen, wo es in Ordnung war. Unsere Gradmesser sind sicher die kommenden Wochen”, sagte Zarić. Mit Austria Wien, Ried, Hartberg und dem GAK im Cup kommen Gegner auf Augenhöhe. Zarić sagte: “Das sind alles Fifty-Fifty-Partien.” Die Partie gegen Salzburg war es nicht. Denn Altach hatte keinen unglaublich guten Tag, und Salzburg erwischte einen soliden.