Künz zeigt Europas Elite das Hinterrad

Sport / 18.10.2026 • 12:06 Uhr
Rad
Raphael Künz mit einem Ausfrufezeichen auf dem Fahrrad.

Vorarlberger Triathlon-Talent überzeugt bei der Jugend-EM in Melilla mit Rang 15. Auf dem Rad gehört er zu den Schnellsten.

Melilla Raphael Künz hat bei der Triathlon-Jugend-Europameisterschaft im spanischen Melilla ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Der für den RV DJ’s Bikeshop Simplon Hard startende Vorarlberger belegte im A-Finale den starken 15. Gesamtrang. Besonders auf dem Rad stellte das Nachwuchstalent seine Klasse unter Beweis. Mit der laut vorliegenden Renninformationen zweitschnellsten Radzeit des gesamten Finalfeldes ließ Künz einen Großteil der europäischen Konkurrenz hinter sich.

Aufholjagd auf zwei Rädern

Bereits im ersten von drei Semifinalläufen am Freitag zeigte der Vorarlberger, wo seine großen Stärken liegen. Nach den 350 Metern Schwimmen noch im hinteren Teil des Feldes, zündete Künz auf dem Rad den Turbo. Auf dem 7,4 Kilometer langen Teilstück machte er mächtig Boden gut und schloss zur Spitzengruppe auf. Mit einem kontrollierten abschließenden Lauf über 2,1 Kilometer sicherte er sich als Sechster souverän das Ticket für das A-Finale der besten 30 Athleten.

Dort bot sich am Samstag ein ähnliches Bild. Erneut musste Künz nach dem Schwimmen einem Rückstand hinterherjagen. Doch auf seiner Paradedisziplin, dem Radfahren, spielte der Vorarlberger seine Stärken aus und arbeitete sich wieder nach vorne. Auch beim abschließenden Lauf hielt er das Tempo hoch und brachte schließlich Rang 15 ins Ziel. Den Europameistertitel sicherte sich der Portugiese Artur Gaspar.

Olympische Bühne wartet

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Künz allerdings nicht. Denn bereits am 5. November wartet mit dem Triathlonbewerb bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar im Senegal der nächste große Karrierehöhepunkt. Der Vorarlberger soll dort als einziger österreichischer Triathlet die rot-weiß-roten Farben vertreten.

Nach einer kurzen Regenerationsphase stehen für Künz die letzten Vorbereitungen auf dem Programm. Das starke Abschneiden in Melilla dürfte dabei für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen. Vor allem auf dem Rad hat der Nachwuchsathlet eindrucksvoll bewiesen, dass er mit den Besten Europas mithalten kann.