Bregenzer Jagd nach der Mozartkugel

SWB bekommt es innerhalb von vier Tagen mit beiden Red-Bull-Teams zu tun.
Bregenz Die Mozartkugel ist eine Süßware aus Schokolade, Pistazien, Marzipan und Nougat, die einem entweder schmeckt oder nicht. Im Lager von SW Bregenz wird man dies geschmacklich erst beurteilen können, wenn die nächsten fünf Tage vergangen sind. Denn am Samstag, 15:30 Uhr, geht es in der 2. Liga gegen den FC Liefering, nächsten Mittwoch kommt es im ÖFB-Cup zum Showdown in Bregenz gegen das große RB Salzburg.

Mit Sicherheit gibt es leichtere Gegner in so kurzer Zeit, doch bei den Schwarz-Weißen hat der Auftritt zuletzt gegen Amstetten (0:0) viel Auftrieb gegeben. Da konnte man sich für die zwei zuvor schwachen Spiele mehr als rehabilitieren, verpasste einen Heimsieg nur aufgrund fehlender Effizienz. Deshalb will man gar keinen großen Gedanken an die Auswärtsschwäche verschwenden, wie Coach Brenner zugibt: “Das lassen wir gar nicht aufkommen. Wir gehen in das Spiel bei Liefering und sehen als nächste große Chance, endlich in der Fremde anzuschreiben.”
Ladehemmung in der Fremde
Erst einen Zähler holten seine Schützlinge auswärts, in Runde drei beim ASK Voitsberg (0:0), seitdem setzte es nur Niederlagen. Das Toreschießen scheinen die Bregenzer in der Fremde auch verlernt zu haben. Einzig Gabryel traf bei der 1:2-Niederlage in St. Pölten – das war es aber auch schon.
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Mit einem vollen Erfolg bei Liefering könnten die Bregenzer den Tabellennachbarn überholen. Wäre dringend notwendig, wollen die Schwarz-Weißen den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht komplett verlieren. Coach Brenner muss für dieses Unterfangen allerdings auf Stürmer La’Sean Sealey verzichten. Dem Engländer zwickt der Oberschenkel, riskieren will man im Hinblick auf das Cupspiel nichts.
Dadurch wird sich laut VN-Informationen auch an der Spielweise der Bregenzer einiges ändern, “weil Sealey als unser Zielspieler ganz vorne fehlt. Daher werden wir unsere Herangehensweise ändern und auf Schnelligkeit setzen”, erklärt Bregenz-Co-Trainer Murad Gerdi. Damian Maksimovic steht bereit, dazu zeigt auch Daigo Araki ansteigende Form. So oder so: Will man endlich den ersten Sieg in der Fremde holen, wird es eines fix brauchen: Tore. Egal, ob die Mozartkugel schmeckt oder nicht.