Altach-Legende als “roter Spitzel”

Sport / 06.11.2026 • 13:30 Uhr
Altach-Legende als "roter Spitzel"
Andreas Lienhart spielte unzählige Matches mit dem SCR Altach gegen Austria Lustenau. Mittlerweile arbeitet er als Chefscout des GAK und hat die Grün-Weißen beobachtet. gepa

Andreas Lienhart hat als Chefscout des GAK im Vorfeld des Duells am Samstag, 17 Uhr, auch Austria Lustenau unter die Lupe genommen.

Graz, Lustenau Andreas Lienhart war als Spieler wahrlich eine Legende in Vorarlberg. Der gebürtige Grazer absolvierte 317 Pflichtspiele für den SCR Altach, darunter auch acht Matches auf internationaler Bühne in der Europa-League-Qualifikation.

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Mittlerweile ist der 40-Jährige, der im Jänner 2021 beim TSV Hartberg seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, als Chefscout des Grazer AK tätig. Im Zuge dieser Funktion hat der Ex-Verteidiger zuletzt wieder vermehrt Kontakt ins Ländle gehabt. Denn sein Arbeitgeber gastiert am Samstag, 17 Uhr, in der Sun Minimeal Arena bei Austria Lustenau. Aufgrund der letzten Leistungen und Ergebnisse beider Klubs “eine Partie, bei der einiges auf dem Spiel steht”, so Lienhart.

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Andreas Lienhart 2013 im Duell mit Danilo Soares. Der Brasilianer spielt heute noch für die Austria.

Selbst duellierte er sich als Altach-Verteidiger mit Austria Lustenau 22 Mal. Und kann dabei auf eine positive Bilanz blicken. Achtmal ging er als Sieger vom Feld, demgegenüber stehen sieben Niederlagen. “Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, auf Lustenauer Boden zu spielen. Der Klub ist speziell, vor allem in deren Heimstadion”, erklärt der Grazer. Seine Erfahrungen mit den Grün-Weißen hat Lienhart im Vorfeld der Bundesligapartie auch dem Trainerteam rund um Chef Gerald Scheiblehner mitgegeben, “die genaue Gegner-Analyse haben aber unsere Experten gemacht. Ich habe nur meine Erfahrungen an das Trainerteam weitergegeben. Und dabei schon darauf hingewiesen, dass es alles andere als leicht wird für den GAK in Lustenau. Denn die Austria hat auch schon gezeigt, dass sie vor eigenem Publikum auch gute Gegner ärgern kann”.

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Antonio Verinac im Duell mit Donovan Pines bei der 1:2-Niederlage der Austria beim GAK in der 2. Runde. gepa

Es werde ein richtungsweisendes Spiel, “das sicher auch von viel Taktik geprägt sein wird. Beide Mannschaften haben zuletzt einiges an Gegentoren kassiert. Daher wird wohl die Defensive im Mittelpunkt stehen”. Zudem lässt Lienhart durchklingen, “dass wir als GAK nach den drei Pleiten gegen Sturm (1:6), Altach (im ÖFB-Cup 0:4) und TSV Hartberg (0:4) wieder anschreiben möchten, um die Top-7 nicht aus dem Blick zu verlieren. Auf der anderen Seite will die Austria uns mit ins Boot für den Abstiegskampf holen”.

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Austria lechzt nach Erfolgserlebnis in der Liga

Im Lager der Lustenauer lechzt man nach vier Bundesligapleiten mit 18 Gegentoren nach einem Erfolgserlebnis. Als Blaupause dafür soll just die ÖFB-Cupsensation gegen Sturm Graz (3:2) herhalten. “Der war immens wichtig für unsere Köpfe. Da wollen wir auch gegen den GAK anknüpfen, wieder mit viel Energie in die Zweikämpfe gehen und so das Match auf unsere Seite ziehen”, erklärt Austrias Tormann Domenik Schierl im Rahmen der Pressekonferenz im Medienhaus in Schwarzach.

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Alle Hoffnungen für Austria Lustenau ruhen auf Dominik Weixelbraun. Der Angreifer erzielte sechs der insgesamt 13 Tore der Austria. gepa

Das 1:5 gegen Salzburg vom letzten Wochenende soll gar nicht mehr in den Gedanken der Spieler vorkommen, wenn es nach Chefcoach Markus Mader geht. “Denn da haben wir so einiges an Leidenschaft vermissen lassen. Das darf uns gegen den GAK nicht passieren. Ich bin überzeugt von den Jungs, dass wir wieder mit einem ganz anderen Gesicht auflaufen werden”, so Mader, der wieder auf die zuletzt verletzten Sacha Delaye und Emmanuel Chukwu zurückgreifen kann. Beide konnten unter der Woche voll trainieren und haben von der medizinischen Abteilung grünes Licht.

Bleibt abzuwarten, mit welcher Spielanlage Mader seine Mannschaft aufs Spielfeld schickt. Im gewohnten 4-1-4-1-System oder wie beim Versuch gegen den LASK (0:4) mit Fünferkette. So oder so, es braucht jetzt endlich wieder Punkte im Kampf gegen den Abstieg.