David gegen Goliath im Cup-Achtelfinale

SPG Leiblachtal empfängt am Samstag im Spiel des Jahres den Bundesligisten SCR Altach.
Hohenweiler David gegen Goliath oder Vorarlbergliga gegen Bundesliga: Wenn die SPG Leiblachtal am Samstag um 14 Uhr in Hohenweiler den SCR Altach empfängt, steht ein ganz besonderes Pokalduell auf dem Programm. Erstmals haben die Leiblachtalerinnen das Achtelfinale des ÖFB-Frauen-Cups erreicht. Nun wartet mit dem Bundesliga-Fünften aus Altach ein übermächtiger Gegner. Doch ausgerechnet beim haushohen Favoriten ist Rotation angesagt.

Altach-Trainer Leandro Simonelli will die Gelegenheit nutzen, um mehreren Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. “Es haben alle Kaderspielerinnen verdient, Einsatzminuten aufgrund der Trainingsleistungen zu bekommen. Der Pokal bietet dazu eine gute Gelegenheit. Wir nehmen aber das Match sehr ernst und wollen ein gutes Spiel abliefern”, betont der Altacher Coach. Hinter der geplanten Rotation steckt auch die hohe Belastung. Zahlreiche Pflichtspiele stecken den Altacherinnen bereits in den Beinen, bis zum 8. Dezember warten weitere wichtige Aufgaben. Simonelli muss deshalb die richtige Mischung zwischen frischen Kräften und sportlicher Schlagkraft finden.

Dass der Bundesligist trotz personeller Veränderungen als klarer Favorit ins Rennen geht, steht außer Frage. Bereits im Sechzehntelfinale demonstrierte Altach seine Überlegenheit und fertigte Zweitligisten Rankweil mit 10:0 ab. Für den SCR zählt letztlich nur der Aufstieg ins Viertelfinale.

Die Gastgeberinnen haben allerdings schon jetzt Vereinsgeschichte geschrieben. Als amtierender Meister der Frauen-Vorarlbergliga und regierender VFV-Cupsieger hat sich Leiblachtal längst einen Namen gemacht. Aktuell rangiert die Mannschaft von Zoran Martinovic nur auf dem vierten Tabellenplatz. Mit Livia Klocker und Tamara Baader stehen zudem zwei Torjägerinnen im Aufgebot. Klocker hält bei 13 Treffern, Baader hat zehn Tore erzielt.

Ob die beiden auch gegen die Bundesliga-Defensive zuschlagen können, bleibt abzuwarten. Für die Leiblachtalerinnen ist das historische Achtelfinale jedenfalls eine einmalige Gelegenheit, sich vor heimischer Kulisse mit der Nummer eins im Ländle zu messen. Während Altach trotz Rotation seiner Favoritenrolle gerecht werden will, dürfen die Außenseiterinnen von der großen Pokalsensation träumen. VN-TK