Altach bleibt auswärts weiter ohne Punkte

Die Rheindörfler setzen mit einer schwachen Partie in Hartberg mehrere Negativserien fort.
Hartberg Für den SCR Altach brachte der Sonntagnachmittag eine historisch eher undankbare Aufgabe: ein Auswärtsspiel beim TSV Hartberg. In Bundesliga-Auswärtsspielen ist die Siegquote der Rheindörfler nur gegen den GAK (sechs Spiele/0 Prozent), den SK Sturm (23 Spiele/4,3 Prozent) sowie Red Bull Salzburg (23 Spiele/8,7 Prozent) noch schlechter als gegen die Oststeirer. In 13 Aufeinandertreffen in Hartberg ging Altach zwei Mal als Sieger vom Feld, das bedeutet eine 15,4-prozentige Siegquote. Der letzte Auswärtserfolg datiert aus dem Juli 2021 – und die bisherige Altacher Auswärtsbilanz in dieser Bundesliga-Saison – kein Punkt, kein Tor – versprach keine Besserung. Die Vorzeichen wurden Realität, Altach verlor 0:3.
Im Vergleich zum 1:1 gegen die SV Ried veränderte Trainer Ognjen Zarić seine Startelf auf drei Positionen. Rassa Rahmani, Niklas Niehoff und Yanis Eisschill rückten auf die Ersatzbank, für sie kehrten Patrick Greil und Benedikt Zech – beide fehlten zuvor krankheitsbedingt – ins Team zurück. Johannes Naschberger feierte sein Startelfdebüt.

Es dauerte keine drei Minuten, bis Hartberg in Führung ging. Ein hoher Ball hinter die Abwehr öffnete den Raum, eine Abseitsposition konnte der VAR keine nachweisen. Offensichtlich war aber, dass sich Tormann Dejan Stojanović komplett verschätzte. Er ging den Schritt nach vorne, der Ball wurde über ihn in seinen Rücken verlängert, wo Konstantin Schopp ihn über die Linie drücken konnte. Auch in der Folge war Hartberg wesentlich besser im Spiel, Altach agierte in seinen Aktionen oft schlampig, Entlastungsangriffe gab es nicht, weil Altach den Ball nach Eroberung meist direkt wieder abgab. Hartberg hingegen drängte auf den zweiten Treffer, blieb zunächst aber erfolglos dabei. Aus guter Position drosch Marco Hoffmann den Ball weit über das Tor (17.).

Doch Altach kämpfte sich in die Partie, hatte um Minute 30 eine gute Phase, Rodney Elongo-Yombo war mehrfach in guten Positionen in Aktion, wurde aber jeweils verteidigt. Und inmitten dieser Phase machte Hartberg den zweiten Treffer. Nach einem Ballverlust im Zentrum spielte Hartberg präzise nach vorne, Marco Hoffmann traf mit dem neunten Saisontor nach starken Solo von Oliver Lukic zum 2:0 ins lange Eck (33.). Das Tor wurde von VAR wegen eines möglichen Fouls an Altach-Kapitän Lukas Jäger gecheckt, er kam bei einem Kopfballduell vor dem Konter recht schmerzhaft zu Fall – ein Foulspiel erkannte der VAR aber nicht. Zur Pause hätte Altach dann auch schon 0:3 hinten sein können, ein Kopfball von Oliver Lukic nach einer Ecke landete aber nur am Pfosten – Glück für die Gäste. Sie mussten sich in der Pause etwas einfallen lassen.
Weit entfernt von einer Aufholjagd
Zarić reagierte, brachte Shingo Nakano und Niklas Niehoff. Nach vorne servierte Altach aber weiterhin Schonkost, die Hartberger Defensive stand sicher – und Altach strahlte nicht aus, noch an Punkte zu glauben. Zarić reagierte erneut, brachte mit Nico Helbock (21) und Erkin Yalcin (22) früh zwei Youngster ins Spiel.

In Minute 77 gelang Hartberg dann Vorentscheidung: Weiter Ball auf Magnus Dalpiaz, der legte per Kopf quer zu Hoffmann, der an seinem 23. Geburtstag zum Doppelpack traf. Das Schiedsrichterteam entschied zunächst auf Abseits, der VAR checkte ausführlich – und erkannte bei der Millimeterentscheidung keine strafbare Abseitsposition. Das 3:0 war auch in der Höhe nicht unverdient, von Altach kam schlichtweg zu wenig.
Das Altacher Auswärtsspiel in Hartberg entpuppte sich mit der 0:3-Niederlage damit wieder einmal als Stolperstein, das hatte Altach aber auch der eigenen schwachen Leistung zu verdanken. Auswärts wartet man in der Bundesliga weiter auf den ersten Punkt – und das erste Tor.
ADMIRAL Bundesliga, 12. Spieltag
TSV Hartberg – SCR Altach 3:0 (2:0)
Hartberg, Profertil Arena; 3.035 Zuschauer; SR Sebastian Gishamer
Torfolge: 3. 1:0 Konstantin Schopp, 33. 2:0 Marco Hoffmann, 80. 3:0 Marco Hoffmann
Gelbe Karten: 16. Milojevic, 82. Bähre
TSV Hartberg (3-4-3): Pecsi – Schopp, Spendlhofer, Coulibaly – Dalpiaz (80. Pazourek), Feldhofer (68. Kainz), Diarra, Markuš – Gattermayer (80. Drew), Hoffmann (84. urrutia), Lukic (68. Radulović)
SCR Altach (5-3-2): Stojanović – Naschberger (69. Yalcin), Jäger, Milojevic, Zech, Böckle (46. Niehoff) – Massombo (83. Vonbrül), Bähre, Greil – Elongo-Yombo (46. Nakano), Diawara (69. Helbock)