Klaus’ bewegender Lebensweg mit vier Nierentransplantationen

Klaus Lais (60) leidet seit seiner Jugend an einer schweren Nierenerkrankung. Viermal schon bekam er eine Spenderniere.
Hard Klaus Lais (60) wollte aus seinem Leben etwas machen und einen Beruf erlernen. “Ich wäre gerne Kfz-Mechaniker geworden.” Aber als Teenager wurde er krank. Bei ihm wurde das Alport-Syndrom diagnostiziert, das ist eine schwere Nierenerkrankung. Ein mögliches Nierenversagen überschattete sein Leben. Die Krankheit setzte ihm zu, auch psychisch. “Ich sah keinen Sinn mehr in meinem Leben.”
Mit 20 Jahren musste er zum ersten Mal zur Dialyse, weil seine Nieren nicht mehr funktionierten. Fürsorgliche Ärzte und Krankenschwestern erleichterten dem jungen Mann die erste Blutwäsche. “Ich wurde sehr freundlich aufgenommen.” Während der Dialyse las er in der Bibel. In dieser Zeit fand Klaus zum Glauben. Das gab seinem Leben wieder Sinn. “Ich übergab mein Leben Jesus. Seither lebe ich mit ihm.” Sein tiefer Glaube trug ihn durch die schwersten Zeiten. “Ich habe aber auch schon mit Gott gehadert.”

Im Jahr 1986 kam es zur ersten Nierentransplantation. “Die Niere hielt leider nur zwei Jahre.” 1996 bekam er abermals eine Spenderniere. Doch nach sechs Jahren versagte auch dieses Organ. Im Jahr 2006 wurde ihm abermals eine Niere transplantiert. Diese war, wie sich im Nachhinein herausstellte, von Krebs befallen. “Mir ging es so schlecht, dass ich nicht mehr leben wollte. Schließlich entdeckte man, dass ich Metastasen im Bauch hatte.” Wie durch ein Wunder überlebte der gesundheitlich schwer angeschlagene Mann die Krebserkrankung. Im Jahr 2014 unterzog sich Klaus, der trotz seiner Krankheit mehr als 15 Jahre lang einer Arbeit nachging, neuerlich einer Transplantation. “Diese Niere funktionierte neun Jahre.”
Von einer fünften Transplantation rieten ihm die Ärzte ab. “Sie meinten, dass mein Körper das nicht mehr aushält. Für mich bedeutet das Dialyse bis zum Lebensende, was für mich derzeit nur schwer vorstellbar ist.” Denn die Blutwäsche schwächt und erschöpft ihn. “Manchmal muss ich sie abbrechen, weil mir schwindelig und übel ist.”

Es gibt Tage, die Klaus nur im Bett verbringt. “Oft ist es ein Siechtum.” An guten Tagen hingegen ist der 60-Jährige voller Lebensfreude. “Ich lache gern und viel und mache mit meiner Frau Rosmarie kleinere Ausflüge.” Rosmarie ist ihm ein großer Halt. “Ich hoffe, dass sie nicht vor mir stirbt. Denn ich brauche sie.” Auch seine zwei Kinder und vier Enkel bringen Freude in sein Leben. Ebenso freut er sich über seine Modelleisenbahn und seine Teddybären- und Miniatur-Lkw-Sammlung. Es gefällt ihm auch, wenn seine Frau zur Gitarre greift und religiöse Lieder singt. “Dann singe ich immer mit.” Kein Tag vergeht, an dem Klaus und seine Frau nicht Gott preisen. “Das Schöne ist, ich habe meine Hoffnung und meinen Halt in Jesus.”
