Nino Smolnik: Ein Tausendsassa, unterwegs zwischen Himmel und Erde

25.03.2026 • 16:36 Uhr
Nino Smolnik – immer mit einem Lächeln und einem guten Spruch auf Lager.
Nino Smolnik – immer mit einem Lächeln und einem guten Spruch auf Lager.privat

Am 5. Februar verstarb der Wolfurter Nino Smolnik, der es bis hoch hinauf in die Lüfte schaffte.

Von Alexandra Pinter

Wolfurt Höher, schneller, weiter: So hätte man in nur wenigen Worten Nino Smolniks Leben beschreiben können, wäre da nicht sein schwaches Herz gewesen. Nino kam am 9. Juni 1984 in Wolfurt zur Welt und erlebte dort gemeinsam mit seinen beiden Schwestern Sabrina und Nicole eine unbeschwerte Kindheit. Als Jüngster in diesem Geschwisterverbund kannte man ihn als absolutes Sonnenkind.

Ein strahlender Nino in seinem Traumjob als Flugbegleiter.
Ein strahlender Nino in seinem Traumjob als Flugbegleiter.

Er absolvierte die Lehre zum Restaurantfachmann und mit diesem Fundament folgte er seinem inneren Ruf, die weite Welt zu erkunden und noch möglichst viel Neues zu erleben. Ninos Wahl fiel auf London. In dieser prägenden Zeit als Supervisor im Café Rouge am Heathrow Airport und Salesmanager im Top Shop in der Oxford Street konnte er wertvolle Erfahrungen sammeln.

Im Freundeskreis zeigte sich Nino gerne sportlich und probierte immer wieder Neues aus.
Im Freundeskreis zeigte sich Nino gerne sportlich und probierte immer wieder Neues aus.

Für ihn war dies eine große Chance, sich seinem Traumjob als Flugbegleiter anzunähern. Nach einem Zwischenstopp in der Heimat entschied er sich für die Ausbildung in Wien. Mit dabei: sein Hund und treuer Freund Bruno. Nach der Ausbildung war es dann so weit: Mit den Fluglinien NIKI und später Laudamotion ging es hoch hinauf in die Lüfte. Durch sein professionelles Auftreten und seine charismatische Art konnte sich Nino bald bis zum Kabinenchef hinaufarbeiten.

Nino, wie man ihn kannte: immer chic gekleidet, auch mal mit Fliege.
Nino, wie man ihn kannte: immer chic gekleidet, auch mal mit Fliege.

Nino genoss sein Leben in vollen Zügen, ließ nichts aus, war auf Partys meistens der Erste und auch der Letzte und versprühte jede Menge Lebensfreude. Auch im Familienverbund schätzte man ihn deswegen sehr: Ob als Onkel, der mit auf den Spielplatz ging, um dort selbst auch mal auf die Schaukel zu steigen, oder als fürsorglicher Sohn, der sehr gerne mit seiner Mama Karten spielte und bei Wanderungen mit seinem Papa die Natur genoss.

Familie und Freunde hatten einen besonderen Stellenwert und bildeten die stabile Basis für sein Leben auf der Überholspur. In seiner quirligen Art trug er das Herz manchmal auf der Zunge, wusste aber genau, wie er das Gesagte auf charmante Art wieder ausbügeln kann. Danach punktete er dann wieder als guter Zuhörer mit guten Ratschlägen. Unvergessen auch sein “Christbaumloben”, wo er keinen Hehl daraus machte, dass ihn dieses weihnachtliche Ritual billiger kommt als ein Gasthausbesuch.

Hoch in den Lüften war Nino in seinem Element.
Hoch in den Lüften war Nino in seinem Element.

Gepflegtes und modebewusstes Auftreten war für ihn ein Muss und so überraschte er bei Familienfesten immer wieder mit einem extravaganten Outfit: mal mit einem Exemplar aus seiner Fliegensammlung, mal mit einem Seidenanzug.

Als Nino 2018 seinen ersten Schlaganfall erlitt, wurde sein Überfliegerleben abrupt eingebremst. Es folgte eine längere Zeit der Umstellung und Erholung, begleitet von emotionalen Höhen und Tiefen. Nach seiner Rücksiedelung von Wien nach Bregenz fand er glücklicherweise bald einen Job im Verkauf in der Modebranche.

Nach einem weiteren Schlaganfall vor zwei Jahren kämpfte er sich tapfer zurück ins Leben. Er schien beinahe wieder ganz der Alte zu sein und so begann das Jahr 2026 dementsprechend vielversprechend. Seine Träume, noch einmal an die Türen seiner Freunde in London anzuklopfen und “Hallo” zu sagen, erfüllten sich jedoch leider nicht mehr, denn Anfang Februar blieb sein Herz nach nur 41 Jahren endgültig stehen. Seine Familie behält ihn als ihr Sonnenkind in lieber Erinnerung.

Begleitet durch: Bestattung Nuck

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