Leserbrief: “Gefährliche Welten”

Zum VN-Kommentar von Julia Ortner, VN vom 31. März:
Zum Abschluss ihres Kommentars zum Verbot bestimmter “digitaler Plattformen” schreibt Julia Ortner: “Uns Erwachsenen muss klar sein, dass … die Jungen heute mit ganz anderen Einflüssen konfrontiert sind, als wir es waren. Was wäre mit uns als Heranwachsenden passiert unter all dem Druck und mit all dem Dreck, der von den digitalen Plattformen verbreitet wird?” Meine Ergänzung: Zugleich muss ebenso klar sein, dass die Jugendlichen am wenigsten verantwortlich sind für das, was in der heutigen Gesellschaft an zerstörerischen Einflüssen zu erkennen ist. Im Gegenteil: Ihre Lebensart wird erst durch das Beispiel, die Mentalität und die Maßstäbe derer bestimmt, die ihnen vorausgehen – also auch von uns. Leider gehört dazu auch eine Anbetung der Schönheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit als höchste Güter des Menschen. Zugleich verschwindet zunehmend eine persönliche Spiritualität, sprich: ein innerlicher Glaube an den lieben Gott, über den ich da lese: “Mein liebes Kind, versenke dich in die Sorge Gottes. Und welches ist seine Sorge? Dass man glauben möge an seine außerordentliche Liebe zu allen Menschen, zu allen, verstehst du?” So eine geistige Bildung wäre die Rüstung für den rechten Umgang mit Fremdbestimmung.
Peter Mathei, Alberschwende