Leserbrief: Rhesi und die Klimaerwärmung

Leserbriefe / 13.07.2026 • 11:45 Uhr
Leserbrief: Rhesi und die Klimaerwärmung

Die Klimaerwärmung hat 1970 eingesetzt und seither kontinuierlich zugenommen. Nach 30 Jahren ist sie dann vermehrt zum Thema geworden. Hier im Rheintal hat besonders die Ankündigung häufigerer Starkniederschläge außerordentliche Beachtung gefunden. Dabei gelang es den Vätern von Rhesi, in politischen Gremien beidseits des Rheins Respekt vor möglichen Hochwasserkatastrophen zu wecken. Mit uralten Bildern zur “Rheinnot” und speziellen Szenarien metertiefer Überschwemmungen des unteren Rheintals wurde ihr Verantwortungsbewusstsein angesprochen. – Darauf flossen Millionenbeträge in die Rhesi-Projektierung. Letzten Sommer folgte das angestrebte Staatsabkommen, obwohl über Baukosten des Riesenprojekts nur grob und über spätere Unterhaltskosten noch nie informiert worden war. Derzeit haben wir Gelegenheit, die wahrscheinlichsten Folgen der Klimaerwärmung hautnah zu erleben. – Wir merken und erfahren es von Fachleuten: Sommerliche Hochdruckgebiete können erheblich länger an Ort verharren als bisher angenommen. – Dies dürfte künftig öfter zu lebensbedrohlichen “Hitzeglocken” und mancherorts zu Wassermangel führen. Am Beispiel des Bodensees und des gesamten Rheinlaufs ist dies bereits erkennbar. Der Hochsommer 2026 wird zeigen, ob die Wasserknappheit weiter zunimmt oder ob vielleicht sintflutartige Niederschläge zu Hochwasser führen. – So oder so würden die Rhesi-Milliarden wohl besser in passende Stauwerke an den Oberläufen des Rheins investiert. Damit ließen sich künftige Abflüsse viel nachhaltiger regulieren und zudem lebenswichtige Wasservorräte für Trockenzeiten schaffen.

Werner Luder, Balgach (CH)