Leserbrief: Was ist eigentlich mit Melanie?

Leserbriefe / 31.08.2026 • 13:30 Uhr
Leserbrief: Was ist eigentlich mit Melanie?

Zum VN-Bericht “Melanie muss in die Schule” vom 30.7.26:

Ende August 2026, ich lese und höre nichts mehr von Melanie, alles schon vergessen? Geht das so schnell? Fremde Menschen, die dich gar nicht kennen, haben über dich und deine Zukunft entschieden? Hallo Melanie, ich bin’s, Maria-Luise, ich habe nachgedacht. Was wäre eigentlich, wenn wir – du und deine Familie und deine Freunde und ich – an deinem ersten Schultag zu deinem Kindergarten spazieren? Dein Platz ist frei, liebevoll wartet er auf dich und hilft dir, begleitet dich und freut sich riesig auf dich. Was passiert dann? Kommen dann die Juristen mit ihrem Urteil? Oder gar die Kobra, *übernehmen sie*? Nein, nein, das ist maßlos übertrieben, ich schätze die Polizei sehr, im besten Fall bekommen wir Polizeischutz und der Verstand und die Liebe haben gesiegt und es gibt keine Verlierer, nur Gewinner. Auch das *verlorene* Gesicht wird sich in großer Stärke wiederfinden. Die eigene Meinung zu überdenken, ist nie ein Zeichen von Schwäche, immer nur von Stärke. Ich denke wieder nach, nennt man das nicht ein Exempel statuieren? Auch wenn die Schule für dich zur Tortur wird, vollkommen egal, das Gesetz hat gesiegt, sehr, sehr traurig.

Maria-Luise Thöny, Hohenems