Bern fehlen Pläne für AKW-Krise

VN Titelblatt / 15.08.2014 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auch über drei Jahre nach Fukushima sind Evakuierungspläne „in Arbeit“. 

Bern. Die Schweiz hat diesen Sommer drei ihrer fünf Atomkraftwerke abgeschaltet, um nötige Arbeiten durchzuführen: Mühleberg, Leibstadt und Beznau 2 produzieren vier Wochen lang keinen Strom. In dieser Zeit werden Brennstäbe ausgetauscht und Sicherheitsmängel erhoben.

Weit länger schon dauert die Arbeit an Evakuierungsplänen für den Notfall. Nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima hatte Bundesrat Ueli Maurer eingeräumt, dass es für einen AKW-Unfall keine ausgereiften Evakuierungspläne gebe. Er versprach eine rasche Überarbeitung der Notfallplanung. Der Kanton Bern, auf dessen Gebiet das umstrittene Kernkraftwerk Mühleberg steht, erwog die Frage, wie die Hauptstadt der Schweiz evakuiert werden könnte.

Im Notfall mit dem Bus

Heute, drei Jahre später, sind noch alle Fragen offen. Der Bund ist Vorgaben schuldig. Nur für die Evakuierung von 3200 Menschen drei Kilometer rund um das Atomkraftwerk existiert bislang ein Konzept: Wer sich nicht selber in Sicherheit bringt, den holt der Postbus. /A3