FC Dornbirn war dem ersten Sieg so nahe

09.08.2019 • 21:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dornbirns Lukas Fridrikas verpasst nur knapp, Florian Freissegger (rechts) kann nicht mehr eingreifen. gepa
Dornbirns Lukas Fridrikas verpasst nur knapp, Florian Freissegger (rechts) kann nicht mehr eingreifen. gepa

Gegen schwache Klagenfurter zeigten die Rothosen eine starke Leistung, belohnten sich allerdings nicht.

Dornbirn Abschiednehmen hieß es auf der Birkenwiese und zum Jubeln war bei Spielschluss auch keinem zumute. Zu viele Chancen wurden ausgelassen gegen Klagenfurt und so musste sich der FC Mohren Dornbirn im dritten Saisonspiel mit einem 0:0 zufriedengeben. Dabei war der Aufsteiger dem Sieg für einmal so nahe.

„Wir waren dem ersten Saisonsieg nahe. Die Leistung war sehr gut, nur die Tore fehlten.“

Markus Mader, Trainer FC Mohren Dornbirn


FCD-Geschäftsführer Peter Handle aber sagte dennoch Danke. Und zwar Ygor Carvalho, dem Torjäger der vergangenen Jahre. Den 28-jährigen Brasilianer hätten die Rothosen auch gegen die Violetten aus Kärnten dringend gebraucht, denn vor dem gegnerischen Tor verließ die Dornbirner die Genauigkeit in ihrem Spiel. Für Carvalho, dessen Wechsel nach Ägypten diese Woche fixiert worden war, gab es zum Abschied als Geschenk ein Meister-T-Shirt mit allen Autogrammen der Kaderspieler. Mit dem Stürmer verlässt ausgerechnet der bislang einzige Torschütze der Saison den Klub aus der Messestadt.

Abwehrreihe stand sicher

„Es wird sicher ein Ausländer und er wird uns gewiss weiterhelfen“, blickte Handle schon wieder in die Zukunft. Bis zum 2. September haben die Vorarlberger noch Zeit, einen neuen Offensivmann unter Vertrag zu nehmen. Die Suche nach einem Carvalho-Nachfolger hat jedenfalls schon begonnen. Zumal eines klar geworden ist: Dornbirn fehlt ein Torjäger, fehlt ein Stürmer, der nervenstark ist. Dabei passte im zweiten Heimspiel so vieles: Mit viel Kämpferherz, mit viel Leidenschaft und enormer Willenskraft agierten Kapitän Aaron Kircher und Co. Allein die spielerischen Mitteln reichten am Ende nicht, um Klagenfurt doch noch zu besiegen.
Dafür hatten sich die Umstellungen bezahlt gemacht: Der erst 19-jährige Julian Krnjic lieferte als Innenverteidiger eine Talentprobe ab. Dem Neuling wurde das Debüt allerdings auch leicht gemacht. Die gesamte Abwehr, inklusive Lucas Bundschuh machte einen sicheren Eindruck und ließ keinen Druck der Gäste zu. So ging vom torgefährlichen Gästeduo Darijo Pecirep und Oliver Markoutz kaum einmal Gefahr aus. Nur bei einem Kopfball des eingewechselten Petar Zubak hatte Dornbirn Glück, denn Bundschuh lenkte das Leder ans Aluminium. Anes Omerovic fühlte sich zudem als zweiter Sechser neben Christoph Domig sichtlich wohl. Die Defensive passte also. Offensiv wurde ebenfalls etwas geboten, die Effizienz allerdings war nicht gegeben, denn gleich eine Vielzahl bester Möglichkeiten blieb ungenutzt. Lukas Fridrikas verschoss gleich viermal, auch Florian Prirsch (14.), Omerovic (18.), Deniz Mujic (44.) und Verteidiger Marc Kühne (68.) machten es nicht besser.

Wie vor zehn Jahren

Am Ende hieß es 0:0 und die Rothosen holten, wie schon vor zehn Jahren, am dritten Spieltag den ersten Saisonpunkt. Damals stand am Ende der Abstieg, ein solcher soll sich nicht wiederholen. „Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis zum ersten Sieg“, sagte Domig überzeugt. Zudem fand er: „Das Spiel heute hat schon ganz viel Spaß gemacht.“ VN-tk