Aufsperrbedingungen lassen Wirte rätseln: Eins, zwei oder drei

VN / 21.04.2020 • 07:30 Uhr
Aufsperrbedingungen lassen Wirte rätseln: Eins, zwei oder drei
Deckt schon mal die Tische für Mai ein: Gastronom Elmar Herburger. VN/HB

Aussagen von Regierungsmitgliedern machen Tourismusbranche Hoffnung – und lassen sie “noch” im Unklaren.

Wien, Schwarzach In der Vorarlberger Gastronomie bereitet man sich auf die Öffnung der Lokale vor. Angekündigt ist das Hochfahren, so die Lage sich nicht verändert, für Mitte Mai. Das hebt die Stimmung in der Branche, die am schlimmsten von den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus betroffen ist, obwohl die Gastwirte derzeit noch im Trüben fischen. Denn die begleitenden Maßnahmen sind noch nicht bekannt, obschon Bundeskanzler Sebastian Kurz im amerikanischen Sender CNN Details bekannt gab: “Die Leute müssen in Geschäften, aber in Zukunft auch in den Restaurants oder anderswo Masken tragen.” Wenig später präzisierte er: Die Maßnahme solle für das Personal gelten, nicht aber für die Gäste. Dies sei aber nur “eine von mehreren Möglichkeiten”.

Auch nicht ausgesprochen wurde, wie viele Personen zusammen einkehren dürfen, mit wie vielen nicht im selben Haushalt lebenden Personen man essen gehen darf. Im Gespräch sind eine, zwei oder drei. Auf keinen Fall größere Gruppen. Das wird noch dauern. Durchgesickert ist auch, dass Restaurants nun entgegen anderer Meldungen auch nach 18 Uhr offenhalten dürfen. Das wurde von der Gastronomie gefordert, denn, so Palast-Gastronom und Branchensprecher Andrew Nussbaumer, „das ist überhaupt die Grundvoraussetzung für eine Öffnung der Betriebe“. Ohne das Abendgeschäft mache es keinen Sinn, die Betriebe hochzufahren, so Nussbaumer. Die inoffizielle Meldung bestätigt Nussbaumer. Man habe intensiv verhandelt, so Nussbaumer, auch ein Sozialpartnervorschlag wurde erarbeitet mit Vorschlägen zur Öffnung der Gastronomie. Details erwartet Nussbaumer in den nächsten Tagen.

Hoffnung keimen lässt bei den Gastgebern auch die Überlegung von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, deutsche Gäste ins Land reisen zu lassen. Tourismusspartenobmann Elmar Herburger sagt: “Der Vorstoß ist für unsere Branche immens wichtig und sollte auch Überlegungen in Richtung Ostschweiz miteinbeziehen. Die Hotels und Gastronomiebetriebe, hier besonders in der Grenzregion, leben auch von einem hohen Anteil an Schweizer Gästen.”