Markus Burger wird wieder ein „Otmärler“

Sport / 24.07.2023 • 19:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im letzten Jahr war Markus Burger öfters als Zuschauer bei Heimspielen von Bregenz Handball und des Alpla HC Hard anzutreffen. <span class="copyright">GEPA</span>
Im letzten Jahr war Markus Burger öfters als Zuschauer bei Heimspielen von Bregenz Handball und des Alpla HC Hard anzutreffen. GEPA

59-jähriger Bregenzer designierter Cheftrainer bei Sankt Galler Handballern.

Bregenz Markus Burger ist wieder zurück auf der Handballbühne. 14 Monate nach dem Gewinn des ÖHB-Cups im Mai 2022 mit Bregenz Handball wird der 59-jährige Bregenzer ab heute das erste Training beim TSV St. Otmar St. Gallen leiten. „Der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben. Dies ist erst nach Rücksprache mit meinem Arbeitgeber illwerke vkw möglich“, bestätigt Burger in einem Telefonat auf der Rückreise aus dem Urlaub. „Da ich in den letzten zwei Wochen in Südtirol und in der Steiermark war, war dies nicht möglich. Ich bin sehr dankbar, dass mir mein Arbeitgeber diesbezüglich in den letzten Jahren entgegengekommen ist und würde mich natürlich freuen, wenn er mir auch diesmal wieder diese Chance ermöglichen würde“, betont Burger, der nach seiner Lehre 1979 seit knapp 44 Jahren beim heimischen Energieanbieter tätig ist.

<p class="caption">Markus Burger mit Goalie Ralf-Patrick Häusle nach dem Cupsieg im ÖHB-Cup im März 2022. <span class="copyright">GEPA</span><span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker"><span class="copyright"> </span></span></p>

Markus Burger mit Goalie Ralf-Patrick Häusle nach dem Cupsieg im ÖHB-Cup im März 2022. GEPA 

Bereits 2008 bei Otmar St. Gallen

Für den EHF-Mastercoach ist das abermalige Engagement beim Traditionsverein in der Ostschweiz zugleich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Nach seiner Tätigkeit als Assistenztrainer bis 2008 bei seinem Stammverein Bregenz war der TSV St. Otmar St. Gallen die erste Station für Burger als Cheftrainer. In der ersten Saison unter seiner Regie erreichten die „Otmärler“, wie der Klub in der Region genannt wird, in der Swiss Handball League den dritten Rang und erreichten im EHF-Pokal das Halbfinale.

Mit dem Alpla HC Hard holte Markus Burger in sechs Saisonen sechs Titel. <span class="copyright">VN/STiplovsek</span>
Mit dem Alpla HC Hard holte Markus Burger in sechs Saisonen sechs Titel. VN/STiplovsek

Nach den zwei Jahren bei St. Gallen war Burger sechs Saisonen als Trainer des Alpla HC Hard tätig und holte insgesamt sechs Titel (vier in der Handball-Liga Austria sowie je einen im ÖHB- bzw. Supercup)

In der Saison 2012/13 wurde Markus Burger als Trainer des Jahres in der Handball-Liga Austria ausgezeichnet. <span class="copyright">ÖHB</span>
In der Saison 2012/13 wurde Markus Burger als Trainer des Jahres in der Handball-Liga Austria ausgezeichnet. ÖHB

Anschließend folgte ein Kurzgastspiel von Sommer 2017 bis Februar 2018 bei HB Esch in Luxemburg, ehe er im März 2019 das Amt des Cheftrainers bei seinem Heimatverein Bregenz übernahm. Größter Erfolg in den 2,5 Jahren auf der Kommandobrücke des Klubs seiner Heimatstadt war der Gewinn des ÖHB-Cuptitels 2022. Zusammen mit den Erfolgen als Co-Trainer in Bregenz, wo er zwischen 2000 und 2007 sechs HLA-Titel und fünf Cupsiege feierte, kann Burger auf nicht weniger als 18 Titelgewinne verweisen.

In der Saison 2013/14 holte Markus Burger mit dem Alpla HC Hard das Double und gewann den Meistertitel und den ÖHB-Cup. <span class="copyright">GEPA</span>
In der Saison 2013/14 holte Markus Burger mit dem Alpla HC Hard das Double und gewann den Meistertitel und den ÖHB-Cup. GEPA

Von Beginn an gutes Gefühl

Seiner zweiten Amtsperiode bei St. Gallen blickt Burger optimistisch entgegen: „Ich hatte vom ersten Telefonat an ein gutes Gefühl. Ich kenne den Großteil der handelnden Personen aus der Zeit meiner ersten Tätigkeit. Mir ist auch klar, dass die ausbleibenden sportlichen Erfolge in den letzten Jahren bei Otmar Spuren hinterlassen haben. Doch genau solche Herausforderungen mag ich. Ich will etwas Neues entwickeln, und sofern die Gespräche mit meinem Arbeitsgeber positiv verlaufen und ich grünes Licht erhalte, werde ich mich mit Feuereifer an die Arbeit machen, damit Otmar wieder vorne mitspielt und dahin kommt, wo sie meiner Meinung nach hingehören“, betont Burger kämpferisch.