Riesenfest der Schollesteachar und Läbbe in Lauterach

Bunte Lawine der guten Laune und Fröhlichkeit wälzte sich durch Lauterach
Lauterach Wir machen im wirklichen Leben in vielen Dingen gemeinsame Sache – warum nicht auch in der fünften Jahreszeit, haben sich die Narren in Lauterach und Wolfurt gesagt, als sie vor vielen Jahren den Entschluss fassten, einen gemeinsamen Umzug zu organisieren. So findet der große Hofsteig-Umzug abwechselnd in Lauterach oder Wolfurt statt – heuer war wieder Lauterach an der Reihe.

Stundenlang Türbolar-Trubel
Der Umzug bewegte sich auf der L 190, die damit für das Verkehrsgeschehen für mehrere Stunden nicht zur Verfügung stand. Das bedingte für Exekutive, Feuerwehr und närrischen Helfer viel logistische Kreativität, Tausende Mäschgerle, die aktiv am Umzug teilnahmen oder als Zuschauer die Strecke vom Hofsteigsaal zum Vereinshaus säumten, geordnet und rechtzeitig an Ort und Stelle und nach dem Umzug ebenso wieder auf den Heimweg zu bringen.

Magische Anziehungskraft
Der abwechselnd organisierte „Hofsteig-Umzug“ – egal ob in Wolfurt oder Lauterach – hat für viele Gilden und Zünfte aus nah und fern alljährlich magische Anziehungskraft, so dass sich auch diesmal 56 Gruppen und Wagen, Schalmeien und Gugga auf den Weg machten und vor allem die kleinen Mäschgerle mit Unmengen von Süßigkeiten überschütteten. Begünstigt durch den fast konkurrenzlosen Termin – am Fasnatsamstag finden in der näheren und weiteren Umgebung kaum Umzüge statt – waren nicht nur aktive Mäschgerle in großer Zahl dabei, auch Tausende Zuschauer säumten die Umzugstrecke und feierten bei angenehmer Witterung ein Fasnat-Highlight mit.

Alle Neune mit dabei
Ein großes Kompliment an die Schulen und Kindergärten der Marktgemeinde, die sich gleich mit neun großen Gruppen mit unterschiedlichen Motiven am Umzug beteiligten.

Verlassen konnten sich die Schollesteachar auch auf den Besuch langjähriger Stammgäste aus der Nachbarschaft – so gaben sich natürlich auch die Rhinzigünar, Mufänger, Nollatrüllar, Schliefar, Alpa Krachar, Muosmölknüller oder Beasa Riesar wieder die Ehre. In den Umzug eingereiht hatten sich auch Gruppen aus Fußach, Bezau, Dornbirn, Bregenz, Buch, Kennelbach usw. Stark der Auftritt der Auftritt der Höchster Zunft, die vor allem mit Dutzenden Gardemädchen überzeugten.

Exakt zweieinhalb Stunden lang wälzte sich der farbenfrohe und fröhliche Umzug auf der L 190 vom Hofsteigsaal zum Zentrum rund um das Vereinshaus, wo ausgiebig Ausklang gefeiert wurde. Fröhliches Treiben gab es auch im Vereinshaus „For Kids only“, am Montfortplatz oder im Gastgarten bei Michi’s Café.

Schulkinder, Läbbe und Neue
Dass der Lauteracher Umzug seit Jahren zu den größten des Landes zählt hat mehrere Gründe. Es ist nicht nur die Kooperation mit den Wolfurter Läbbe. Auffallend auch: Kindergärten und Schulen sind mit Hunderten Mäschgerle dabei. Zudem gibt es am Samstag rundum kaum Konkurrenz, in Dornbirn und Bregenz finden Umzüge erst am Sonntag statt, in Egg am Montag oder in Schwarzach am Dienstag, andere Zünfte wie Hard haben ihren Umzug schon früher durchgeführt.

Noch etwas fällt auf: Lauterachs Schollesteachar haben nicht nur viele “Untergruppen” – Riedler, Unterfeld, Strohwinkel, Hosakrachar, Schalmeien, Garde – es formieren sich für den Lauteracher Umzug traditionell auch noch spezielle Gruppen, wie die Funkengotas, den Stammtisch, Zämm Gwürfelt, Party People und andere. Und der vielleicht wichtigste Grund, am Lauteracher Umzug teilzunehmen: bei den Schollesteacharn ist einfach immer der Bär los. STP















