Ein Riesenfest in einer kleinen Gemeinde

Gelungene Symbiose für Feuerwehr und Oldtimerclub zu einer besonderen Verabschiedung.
Buch Ins Schwärmen kamen kürzlich Jung und Alt im Dorfzentrum, sorgte das beinahe dreitägige Festprogramm für viel Action und Unterhaltung in der Kleingemeinde. Mit dem „Riesenwuzzler-Turnier“ wählten die Organisatoren mit Spielleiter Thomas Hopfner einen Auftakt der sportlichen Art am Freitagabend. 16 Teams bildeten eine stimmungsvolle und spannungsgeladene Kulisse bei der großen Ausgabe des Tischfußballs im Zelt. Die Faschingszunft Bildstein entschied das Turnier für sich, während „DJ Jouhännes“ den Ton beim anschließenden Clubbing angab. Viel Nostalgie lag tags darauf in der Luft, als zur Mittagsstunde die Jungmusik „Kids on Dur“ das große Oldtimertreffen einläutete. Vom Zapfwellenprüfstand formierte sich der motorisierte Konvoi – darunter alte Feuerwehrtechnik – gegen 14 Uhr bei besten Witterungsverhältnissen zur gemeinsamen Ausfahrt rund ums Dorf.

200 Oldtimer
„Rund 200 Oldtimer haben die Einladung zum Treffen angenommen“, zeigte sich Michael Sinz als Sprecher des örtlichen Oldtimerclubs sehr angetan vom Aufgebot. Angeführt wurde das bis dato in Buch wohl größte Treffen in dieser Art durch das alte Löschfahrzeug aus dem Jahr 1977 der örtlichen Wehr, sozusagen auch ein Oldtimer, der mit dem gemeinsamen Fest gebührend in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Ich war schon bei etlichen Fahrzeugsegnungen dabei, aber eine Dienstfreistellung in dieser Form habe ich noch nicht erlebt“, schmunzelte Landesrat Christian Gantner neben zahlreichen Zaungästen beim Anblick der historischen Fahrzeuge.

Augenweide
Viel Power hatte die Band „Partyjäger“ am Abend im Gepäck beim Feuerwehrhaus beim Gemeindezentrum, das Tage zuvor schon von Feuerwehr und etlichen Helfern zur Festmeile umfunktioniert wurde. Das heimische Ensemble „Buch Brass“ bestritt am Sonntag den Frühschoppen, während der Musikverein Buch noch das letzte Ständchen auf dem Dorfplatz im Rahmen der Erstkommunion zum Besten gab, ehe dann der Umzug mit 20 Gruppen folgte. Feuerwehren, vier Musikkapellen, etliche Festdamen und Täfeleträger, ein Pferdegespann, die Tragkraftspritze aus der Gründerzeit der Gastgeberwehr samt finaler Fahrt des alten Bucher Löschfahrzeuges bildeten dabei eine Augenweide.

Spontaner Einsatz
Standing Ovations gab es für die Fähnriche beim Fahneneinmarsch mit Übergabe der Erinnerungsschleifen durch Kommandant Daniel Eberle von den Anwesenden, darunter Bezirksfeuerwehrinspektor Reinhard Karg, Bezirksvertreter Gallus Beer mit Abschnittsbrandinspektor Markus Nenning sowie u.a. Nationalrat Norbert Sieber, Bürgermeister Franz Martin mit Vorgänger Ehrenbürger Ewald Hopfner sowie Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Guido Flatz in Gesellschaft mehrerer kommunaler Amtskollegen. „Etwa 200 Engagierte haben sich teils spontan für das Fest eingesetzt“, zeigte sich Koordinator Florian Steurer im Beisein Nicole Böhler erleichtert über die gelungene Symbiose von Feuerwehr und Oldtimerclub, die mit viel Blasmusik, der ausgelassenen Stimmung in der Bar und Weinlaube endete. MST























