Teilabriss, neuer Parkplatz und die Türme: So geht es am Bahnhof Bregenz weiter

VN / 14.01.2026 • 16:00 Uhr
Teilabriss, neuer Parkplatz und die Türme: So geht es am Bahnhof Bregenz weiter
Das alte Bahnhofsgebäude steht auf dem Abstellgleis. VN/Paulitsch

Das Ausweichgebäude ist fertig. Was passiert jetzt mit dem alten Bahnhof?

Bregenz Grün-weiß-rötlich, groß und verlassen: Mit Ende des Jahres sind alle ÖBB-Mitarbeiter vom alten Bahnhofsgebäude in Bregenz in das neue Ausweichgebäude übersiedelt. Das Erdgeschoß, in dem die Kundenbereiche wie Fahrkartenverkauf, Wartebereich, Reisebüro, Sanitäranlagen und Bäckereilokal untergebracht sind, wurde bereits vor Festspielbeginn im Juli fertiggestellt. Kurz vor Weihnachten konnten auch die oberen beiden Etagen mit Aufenthaltsräumen, Küche, Ruheräumen, Sanitäranlagen und Umkleideräumen in Betrieb genommen werden. Das alte Bahnhofsgebäude steht damit buchstäblich auf dem Abstellgleis. Doch was passiert nun damit?

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Das Ausweichgebäude wurde auf ehemaligen Parkplatz errichtet. ÖBB
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Ebenfalls neu ist der Lift am Vorplatz und eine Bike+Ride-Anlage für knapp 200 Fahrräder. ÖBB

Derzeit werde das Gebäude noch für einige ÖBB-interne Restfunktionen genutzt, teilt die Seequartier Projekt GmbH von Rhomberg Bau und i+R Wohnbau auf Anfrage mit. Doch es gibt bereits Pläne.

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Das alte Bahnhofsgebäude wurde Ende der 1980er-Jahre eröffnet. VN/Paulitsch

Die Seequartier-Projektbetreiber wollen zwischen dem Bestandsgebäude und der Mehrerauerbrücke ­- dort, wo schon jetzt einige Stellplätze sind – einen provisorischen Parkplatz errichten. Aktuell liefen dazu noch Absprachen mit weiteren Beteiligten wie der Stadt oder dem Verkehrsverbund, erläutert ein Sprecher. Für den Parkplatz soll dann auch ein Teil des Bestandsgebäudes abgebrochen werden. Das restliche Bahnhofsgebäude bleibt laut den Seequartier-Projektbetreibern vorerst aber noch stehen.

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Nicht nur der Steg ist in die Jahre gekommen. VN/Paulitsch

Das alte Bahnhofsgebäude wurde Ende der 1980er-Jahre eröffnet. Um den Arbeitnehmerschutz weiterhin gewährleisten zu können, hätten die ÖBB einen Millionenbetrag in das marode Bauwerk investieren müssen. Die Entscheidung fiel daher auf den vorzeitigen Bau eines Ausweichgebäudes, das während des Bahnhofneubaus ohnehin benötigt wird. Das alte Bahnhofsgebäude gehört seit einiger Zeit nicht mehr der Bahn. „Seequartier-Gesellschaften haben Teilflächen des ursprünglich gänzlich im Besitz der ÖBB stehenden Gesamtareals erworben, auf denen Teile des alten Bahnhofsgebäudes stehen“, erklärt die Seequartier Projekt GmbH. Das Ausweichgebäude, das für knapp 4,5 Millionen Euro auf dem ehemaligen Parkplatz errichtet wurde, ist ÖBB-Angaben zufolge so platziert, dass es stehen bleiben kann, bis das neue Bahnhofsgebäude fertig ist.

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Das Gebäude gehört nicht mehr den ÖBB. VN/Paulitsch

Der Neubau des Bregenzer Bahnhofs ist ebenso wie die Projekte Seequartier oder Seestadt Teil der Stadtteilentwicklung „Bregenz Mitte“. Für dieses Jahr werden entscheidende Weichenstellungen erwartet. Vieles hängt an der geplanten Verlegung der Stadtstraße.

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Das Provisorium hat laut ÖBB 4,5 Millionen Euro gekostet. Weitere zwei Millionen Euro wurden in die neuen Rolltreppen investiert. ÖBB

Laut Straßenbauabteilung des Landes soll noch im ersten Quartal 2026 ein straßenbauliches Vorprojekt ausgearbeitet werden, auf dessen Basis am neuen Bahnhof und an der Neugestaltung des gesamten Bahnhofsareals weitergeplant werden soll. Schon eher könnte mit dem Bau der sogenannten „Eberle-Türme“ begonnen werden. „Dieses Projekt ist unabhängig von Bahnhof und Straßenumlegung und kann schon vorab entwickelt werden. Hierzu laufen aktuell ebenfalls noch Abstimmungen, unter anderem mit Stadt und Land wegen Grundstücksfragen. Sobald diese abgeschlossen sind, kann die Detailplanung zum Einreichverfahren starten“, ergänzt die Seequartier Projekt GmbH.

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Ein Rendering der sogenannten Eberle-Türme aus dem Jahr 2012. Das Seequartier ist ein Teilprojekt der Stadtentwicklung Bregenz-Mitte. Eberle

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