Blasmusikanten vor ereignisreichem Jahr

Neujahrsempfang des Blasmusikverbandes in Rankweil: Musik, Kabarett, Rück- und Ausblick.
Rankweil Anders als seit vielen Jahren üblich, stand am Beginn des diesjährigen Neujahrsempfangs des Vorarlberger Blasmusikverbandes eine außerordentliche Generalversammlung. Sie wurde nötig, um durch eine Statutenänderung das Geschäftsjahr des Verbandes dem Kalenderjahr anzugleichen. In ihrem Verlauf erklärte Landesobmann Thomas Rudigier die Umstellung und das dadurch entstandene “Rumpfjahr”. Letzteres wurde durch die Erläuterungen der neuen Finanzreferentin Gabi Ganahl, den Bericht der Rechnungsprüfer sowie dessen Genehmigung in finanzieller Hinsicht abgeschlossen.

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Rudigier bedankte sich unter anderem bei ihnen, aber auch seinem aus Engelbert Bereuter und Katrin Berchtold bestehenden Stellvertreter-Duo, Geschäftsführerin Sabrina Ganahl sowie deren Mitarbeiterinnen Tamara Geiger und Heidi Burtscher. Weiters würdigte er das Engagement von Reiner Sonderegger bei der Organisation der Veranstaltung sowie ihre Betreuung durch Musikant:innen der Bürgermusik Rankweil. Letztere servierten Kleingebäck, Getränke und selbst gemachte Kuchen.

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Die musikalische Umrahmung, aber auch Untermalung des Rückblicks auf viele Jubilarehrungen sowie Erfolge in den verschiedensten Wettbewerben in Form einer PowerPoint-Präsentation besorgte das von Florian Winsauer geleitete Saxophonquintett “Saxessful”: Melanie Baurenhas, Theresa Metzler, Olivia Moosbrugger, Klara Muxel und Clara Wüstner. Zwischendurch stellten die jungen Damen auch ihre Gesangsfähigkeit unter Beweis.

Landeskapellmeister Reinhard Fetz wies auf eine Reihe anstehender Veranstaltungen hin, unter anderem das “Jahr der Klarinette”, bei dem Martin Rainer von den “Wiener Philharmonikern” als Ausbildner tätig ist. Ein weiterer Höhepunkt ist das Landeswertungsspiel Ende Mai in Übersaxen nach dem Motto “s’Ländle klingt”. Als Vertreter der Gastgeber wies Martin Fritsch auf den baldigen Anmeldeschluss hin und kündigte “ein tolles Programm mit einer ‚Jungmusikanten-Challenge‘” an. Es geht dabei um Spaß und Unterhaltung, die Teilnehmer müssen unter anderem ein Bewerbungsvideo einreichen.

“An ghöriga Gsiberger isch oh binara Musig” betitelte Kabarettist und Trompeter Markus Lins seinen von starken Pointen geprägten und einigen Spitzen gegen Anwesende gewürzten Auftritt als integrationswilligen, zum “Herbert” gewordenen Mehmet. Köstlich auch seine Charakterisierung des US-Präsidenten Donald J. Trump: “Er ist die Stradivari unter den Arschgeigen”. In Vorarlberg gebe es mehr Musikvereine als Klostertaler, die schwimmen können”. Rund um die Zahl Zwölf lieferte er eine Reihe von Spielereien, eine Bewertung der Zwölftonmusik lieferte er auch: “Beim Zualosa kriagscht da Schießar!”.

LH Markus Wallner sprach den vielen Funktionären der Blasmusikvereine seinen Dank für ihre Arbeit aus und bezeichnete Rankweil als “Wiege der Blasmusik”. Er listete die Regierungsmitglieder auf, die ein Instrument spielen, darunter Barbara Schöbi-Fink, Christof Bitschi und den am Akkordeon fitten, anwesenden Christian Gantner. Dem niederländischen Botschafter Peter Potman versprach er eine Musikantendelegation, die auch im Königspalast aufspielen könnte.

In Vertretung der Bürgermeisterin überbrachte Gemeinderat Andreas Prenn die Grüße der Marktgemeinde. Er würdigte den Verband mit seinen fast 130 Vereinen und rund 80.000 Mitgliedern, rund 4700 davon junge Leute. Wie wichtig eine sinnvolle Betätigung ist, weiß er als Leiter der Vorarlberger Suchtpräventionsstelle SUPRO. “Liebe Musikerinnen und Musiker, ihr macht Vorarlberg hörbar”, stellte er abschließend fest. AME













