Traumstart in Wälder Tourismus-Winter

VN / 23.01.2026 • 13:20 Uhr
Traumstart in Wälder Tourismus-Winter

Der “Ersatz” für die 2020 geschlossene Pension Bickel in Warth ist unter Dach, bis zur Saison 2026/27 werden hier zusätzliche 32 Gästebetten zur Verfügung stehen. Peter Strauss

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EggDie offizielle Nächtigungsstatistik bestätigt den “gefühlt guten Eindruck”: Der Bregenzerwälder Tourismus ist vielversprechend in den Winter 2025/26 gestartet und hat das Nächtigungsergebnis im ersten Saisondrittel gegenüber dem Vorjahrszeitraum um stolze 5,88 Prozent gesteigert. Im Dezember war der Vergleich noch erfreulicher: Gegenüber Dezember 2024 gab es im laufenden Winter sogar ein Plus von 8,54 Prozent, nachdem im November noch ein Minus registriert worden war.

Frau Holle als “Lobbyist”

Zu diesem erfreulichen Ergebnis hat sicher auch Frau Holle beigetragen, die mit frühem Schnee bis in tiefe Lagen die Lust auf Winterurlaub beflügelt hat. Daran konnten auch zwischenzeitliche Warmwetterphasen nichts ändern, in den hochgelegenen Regionen blieb genug Naturschnee liegen, um im Verein mit Beschneiung beste Pistenverhältnisse zu schaffen. Im neuen Jahr legte Frau Holle noch einmal kräftig nach und lieferte am zweiten Jänner-Wochenende sogar so viel Nachschub, dass es auf den Zufahrtsstraßen in die hochgelegenen Skigebiete sogar ernsthafte Probleme gab. Fazit: Auch der Jänner ist schneemäßig perfekt angelaufen, derzeit liegen bei den Talstationen der Bergbahnen von Damüls oder Warth-Schröcken etwa ein halber Meter Schnee, bei den höchsten Bergstationen sind es in Damüls rund 70 Zentimeter, am Hochtannberg sogar 150 Zentimeter.

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Neue Gästebetten gibt es in Warth ab der Saison 2026/27 auch im Appartementhaus beim Hotel Adler (links im Hintergrund). Auch dieser Rohbau ist seit Kurzem unter Dach.

Fast 11.000 Nächtigungen mehr

Die Nächtigungsbilanz für November/Dezember weist gegenüber 2024 ein Plus von knapp 11.000 Übernachtungen (5,88 Prozent) aus, wobei Au und Mellau mit plus 3900 bzw. plus 3200 mehr als die Hälfte des Zuwachses beisteuerten. Im Fall von Au haben sich wohl die Millionen-Investitionen in die Tophotels Krone, Adler und Post (sie wurden im vergangenen Jahr umfassend modernisiert) ausgewirkt.

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Nichts Neues von The Heimat – an der Website wird derzeit gearbeitet.

Stark zulegen konnten auch Schröcken (plus 1500 Nächtigungen/10,4 Prozent) und Riefensberg (plus 1.150/56,7 Prozent). Damüls blieb mit knapp 33.000 Übernachtungen (plus 900/2,7 Prozent) nächtigungsstärkste Gemeinde deutlich vor Warth, wo ein Minus von 1000 Übernachtungen/knapp vier Prozent nicht überraschend kam, denn im Vorjahr hatte die höchstgelegene Gemeinde des Landes mit einem Nächtigungszuwachs von sagenhaften 42 Prozent gegenüber 2023 einen Allzeitrekord verbucht. Gegenüber 2023 bedeutet das aktuelle Ergebnis des Jahres 2025 immer noch einen Zuwachs von rund 35 Prozent. Und für den Winter 2026/27 kündigt sich Positives an: Sowohl für das neue Appartementhotel (es ersetzt die 2020 geschlossene Pension Bickel im Zentrum) als auch das Appartementhaus neben dem Hotel Adler kamen die Rohbauten rechtzeitig vor Wintereinbruch unter Dach und im kommenden Winter werden hier rund vier Dutzend zusätzliche Gästebetten zur Verfügung stehen.

Traumstart in Wälder Tourismus-Winter

Landschaftsschonend in den Kirchenbühel hinein soll die Talstation der geplanten Schröckener Dorfbahn gebaut werden. Das Projekt liegt auf Eis, bis eine positive Entscheidung zum Bau des Mohnenfluh-Heimboden-Projekts gefallen ist.

Wenig Neues gibt es indes von den Großprojekten zu berichten. Für das Schröckener Sorgenkind “The Heimat” vermeldet die Homepage “Wir arbeiten gerade an unserer Website und sind in Kürze wieder für euch da.” Das zweite Mega-Projekt in Schröcken, die Nachnutzung des ehemaligen Mohnenfluh-Areals, wird nach dem Beschluss der Gemeindevertretung vom Oktober 2025 jetzt vom Betreiber, der Mohnenfluh-Heimboden Hotel Gesellschaft mbH, überarbeitet und auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit überprüft.

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Ein wichtiger Indikator für die Schneesituation ist das Kinderland bei der Talstation der Mellau Bahn bzw. beim Hotel Die Wälderin. In diesem Winter konnte das Kinderland zum Saisonstart in Betrieb gehen, wie unser Bild, drei Tage vor Weihnachten aufgenommen, zeigt.

Untrennbar mit dem Mohnenfluh-Projekt ist die seit vielen Jahren geplante Dorfbahn verbunden. Ohne diese zusätzlichen mindestens 250 Betten rechnet sich die Dorfbahn nicht, ihre Realisierung liegt demnach auf Eis, bis die Mohnenfluh-Heimboden-Betreiber den Beschluss fassen, das im September 2025 präsentierte Konzept zu realisieren. STP